LEADER-Neubewerbung: Entscheidung im Herbst

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Die Akteure der Jagstregion freuen sich auf eine weitere Förderperiode in LEADER.

Die Jagstregion hat am 27. Juni ihr neues Regionales Entwicklungskonzept zur Wiederbewerbung als LEADER-Kulisse präsentiert. Bei der öffentlichen Veranstaltung in der Virngrundhalle Rosenberg blickten rund 60 Akteure motiviert in die Zukunft.

Rosenberg. Der Verein Bürgerschaftliche Regionalentwicklung Jagstregion bewirbt sich um die Aufnahme in die kommende LEADER-Förderperiode 2023-2027. Über mehrere Monate wurde dafür ein neues Regionales Entwicklungskonzept (REK) für die Jagstregion erarbeitet. Akteure und Projektträger der 18 Kommunen des Ostalbkreises und neun Kommunen des Landkreises Schwäbisch Hall können sich bei einem positiven Bescheid erneut über ein Förderbudget von rund 4 Millionen Euro freuen. Ob die Jagstregion auch dieses Mal dabei ist, entscheidet im Herbst das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.
 
Eröffnet wurde der festliche Abend durch Vereinsvorsitzende Regina Gloning, die sich für die breite Beteiligung bei der Erstellung des Konzepts bedankte: „Die letzten Monate haben sich viele Menschen über unseren Verein hinaus eingebracht, um sich für ihre Heimat Jagstregion zu engagieren. Diese Mitwirkung war eine ganz wesentliche Grundlage für die Ausgestaltung und Formulierung des neuen Regionalen Entwicklungskonzepts.“

Begeistert zeigte sich auch David Schneider, Wirtschaftsförderer des Landkreises Schwäbisch Hall, und betonte die positive Wirkung von LEADER für die Region: „Über 50 LEADER-Projekte und ebenso viele Projekte im Regionalbudget zeigen, dass sich in den vergangenen Jahren viel bewegt hat und viele Menschen die Chancen von LEADER für sich genutzt haben. Wir wünschen uns, dass der Stern der Jagstregion weiterhin leuchten kann.“
 
Seit dem offiziellen Startschuss bei der Online-Auftaktveranstaltung im Januar ist viel passiert. Das begleitende Büro neuland+ stellte die umfangreichen Beteiligungsmöglichkeiten vor: Neben regelmäßigen Online-Sprechstunden und insgesamt sieben Workshops konnten sich die Menschen auch auf einer Beteiligungsplattform und im Rahmen einer Umfrage mit Gewinnspiel einbringen. Daneben fanden zahlreiche Gespräche mit Fachleuten der Jagstregion statt. Aus diesen Prozessen wurden die künftigen Handlungsfelder und Projektideen für die Region entwickelt. So sollen die drei Handlungsfelder „Zukunftsfähige Kommunen“, „Nachhaltiges Wirtschaften“ und „Aktive Bürgerschaft“ mit zahlreichen Unterzielen als Handlungsleitfaden für die nächsten fünf Jahre dienen und insbesondere Kommunen, Unternehmen und Bürgerschaft aktivieren. Die Themenbandbreite reicht von der Stärkung der Ortskerne und Einsatz für mehr Biodiversität über die Verbesserung der touristischen Infrastrukturen bis hin zur Unterstützung des Vereinslebens.
 
Im Anschluss an die Vorstellung des neuen Konzepts wurden die attraktiven Preise aus der Jagstregion an die Gewinner der Umfrage übergeben. Den offiziellen Teil beschloss Dr. Joachim Bläse, Landrat des Ostalbkreises: „Europa setzt mit LEADER wichtige Impulse, direkt bei uns vor Ort. Nun heißt es Daumen drücken, dass das Ministerium von unseren Ideen und dem neuen Konzept überzeugt ist“. 
 
Festlich umrahmt wurde der Abend durch die Musikgruppe „Echt handg’macht“ aus Crailsheim, die auch beim Stehempfang im Anschluss die angeregten Gespräche musikalisch untermalten.
 
Alle Informationen zur Neubewerbung und zur LEADER-Region sind auf der Homepage der LAG unter www.jagstregion.de zu finden.

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