Leidenschaft für Apfelkuchen

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Margarete Hirschle mit Sohn Peter an ihrem großen Festtag. Sie genießt die Besuche ihrer großen Familie, Enkel und Urenkel. Die Leidenschaft für Apfelkuchen und Schweinebraten hat sich die geschätzte Köchin bis heute bewahrt.
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100 Jahre alt wurde Margarete Hirschle. Zu ihrem Geburtstag erhielt die aktive Jubilarin zahlreiche Glückwünsche und blickt auf ein erfülltes Leben zurück.

Rosenberg

Vor wenigen Tagen hat Margarete Hirschle aus Hohenberg ihren 100. Geburtstag gefeiert. Bis kurz vor ihrem beachtlichen Jubiläum lebte die rüstige Rentnerin eigenständig in ihrer Wohnung. Seit einigen Wochen geniest die rüstige Seniorin ihren Lebensabend in dem Pflegestift Rosenberg und erfreut die Mitbewohner und Angestellten täglich mit ihrer fröhlichen und positiven Lebenseinstellung.

Die Tage rund um ihren hohen Geburtstag verliefen für Margarete Hirsch trotz der bestimmenden Corona-Auflagen sehr turbulent. Befreundete Musiker aus Hohenberg brachten ihr in gebührendem Abstand laut den Verordnungen im Seniorenpark ein kleines Ständchen und auch ihre engsten Familienangehörigen und Freude sangen für die Jubilarin feine Lieder.

Ständchen zum Geburtstag

Diese erinnerten Margarete Hirschle an ihre langjährigen Zeiten als Mitglied und Ehrenmitglied im Liederkranz Hohenberg. Hier brachte sich die Hohenberger Bürgerin tatkräftig nahezu ihr gesamtes Leben lang leidenschaftlich ein. Viele Feste und Feierlichkeiten fanden mit ihr als geschätzte Köchin statt. Dabei hatte Margarete Hirschle ihre Einsätze vor allem bei den Zubereitungen von leckeren Beilagen für die Bewirtung der Gäste in den Zelten.

Ich liebe Apfelkuchen aus heimischen Früchten.“

Margarete Hirschle, Jubilarin

„Ich war immer gerne passives Mitglied bei den Sängern“, berichtet sie. Denn selber zu Singen kam für die betagte Seniorin weniger in Frage. „Ich habe eine Stimme wie eine Maus“, berichtet die 100-Jährige schmunzelnd.

Geschätzte Köchin

Auch in ihrer großen Familie wurde Margarete als gute Köchin sehr geschätzt. „Zu meinen Lieblingsgerichten, die ich gerne immer kochte, gehörte der Schweinebraten“, sagte sie heute mit leuchtenden Augen. Ebenso war für sie das Backen von hoher Bedeutung. „Ich liebe Apfelkuchen aus heimischen Früchten“ erzählt das Geburtskind munter.

Verbunden mit Hohenberg

Mit Hohenberg ist Margarete Hirsche seit ihrer Geburt eng verbunden. Als eines von sieben Kindern kam sie in dem Rosenberger Teilort zur Welt und besuchte dort die neu eröffnete Volksschule. Nach ihrer Schulzeit arbeitete die Hohenbergerin in einer Ellwanger Apotheke bevor sie zu einem Einsatz für kinderreiche Familien auf den Gansershof einberufen wurde.

Während der schlimmen Zeiten des Zweiten Weltkrieges musste sie in einer Munitionsfabrik ihren Lebensunterhalt verdienen. Nach den wirren Jahren des Krieges heirate Margarete Hirschle ihren Ehemann Josef, der aus Geiselrot einem ebenfalls Rosenberger Teilort stammte. Mit ihm gemeinsam brachte sie ihren beiden Söhne Peter und Günter zur Welt.

Bei den Hohenberger Landfrauen war Margarete Hirschle ebenso immer gerne gesehen und aktiv dabei. Auch dort bereitete sie mit den Mitgliedern nach eigenen Rezepten die Beilagen für gute Speisen bei den Feierlichkeiten zu.

In ihrer wenigen Freizeit verreiste Margarete Hirschle oft. Meistens nur kleine Tagesausflüge mit einem Busunternehmen führten sie in schöne Orte in Deutschland und Österreich, von denen sie heute noch sehr begeistert schwärmt.

Über das angebliche Konkurrenzdenken aus vergangenen Zeiten von Hohenberger und Rosenberger Bürgern kann Margarete Hirschle nur schmunzeln. „Ich habe mich mit allen Menschen der Gesamtgemeinde immer gut verstanden, zumal mein Ehemann ja auch ein Rosenberger war“, sagt sie.

Große Familie

Heute genießt die lebensfrohe und muntere Jubilarin ihren Alltag in dem Seniorenstift in der Gemeinde. An den schönen Sommertagen ist sie fast täglich in dem kleinen Garten in einem oberen Stockwerk des Hauses neben ihrem Zimmer in ihrem Rollstuhl anzutreffen.

Dort empfängt sie gerne ihre beiden Söhne mit ihren Familien und freut sich auf die Besuche von ihren sechs Enkeln und bereits 10 Urenkeln.

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