Nun ist klar: Ein neues Windrad kommt

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Der Windpark Hummelsweiler im Bau, im Vordergrund Rosenberg. Zu den bislang bereits bestehenden vier Anlagen soll eine fünfte hinzukommen.
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Eine neue Anlage erweitert den bestehenden Windpark Rosenberg-Hummelsweiler. Wer der Betreiber ist und was geplant ist.

Rosenberg

Der Windpark Rosenberg-Hummelsweiler wird erweitert. Dies geht aus einer Landtagsdrucksache hervor, die vergangene Woche veröffentlicht wurde (wir berichteten).

Allerdings befindet sich in der Drucksache ein inhaltlicher Fehler, wie nun auf Nachfrage der SchwäPo bekannt wurde.

Manuel Braunger, Leiter der ForstBW Direktion Virngrund mit Sitz in Ellwangen, bestätigte dies. "Ja, Flächen des Staatswaldes auf der Gemarkung der Gemeinde Frankenhardt, der von ForstBW bewirtschaftet wird, sind im Oktober von unserer Betriebsleitung in Tübingen zur Errichtung von Windkraftanlagen verpachtet worden." Jedoch handelt es sich hierbei nicht, wie in der Landtagsdrucksache beschrieben, um Flächen "westlich des Ipshofes": "Davon habe ich keine Kenntnis", so Braunger. Vielmehr handelt es sich um die im November 2016 von der Vereinbarten Verwaltungsgesellschaft (VVG) Crailsheim untersuchte Fläche Nummer 26, südöstlich des Ipshofes und direkt an den bestehenden Windpark Rosenberg-Hummelsweiler angrenzend.

Rotmilan und Bussard

"Diese Fläche ist nach eingehender Prüfung vieler Kriterien als in Frage kommende Konzentrationsfläche im Flächennutzungsplan ausgewiesen und verpachtet worden", bestätigte Braunger. Die in der Drucksache erwähnte Fläche im Staatswald westlich des Ipshofes, in der Analyse der VVG Crailsheim von 2016 mit der Nummer 3 versehen, wurde bereits damals bei der Analyse aufgrund mehrerer Ausschlusskriterien verworfen. Dieses Waldgebiet dient unter anderem Rotmilanen und Wespenbussarden als wichtiges Brut- und Rückzugsgebiet.

Wir wollen ein weiteres Windrad errichten.

Alexander Wiethüchter Geschäftsführer WIND

Der Pächter der neuen Flächen ist ebenfalls kein Unbekannter. Es handelt sich dabei um die Firma W.I.N.D in Kirchheim unter Teck, die den Windpark in Hummelsweiler betreibt und nun dessen Erweiterung plant.

"Wir befinden uns noch ganz am Anfang in der Vorbereitung für die Projektierung", bestätigt WIND-Geschäftsführer Alexander Wiethüchter auf Anfrage. "Daher gibt es noch keinen konkreten Zeitplan für Errichtung und Inbetriebnahme. Da wir uns hier an Gemeinde- und Landkreisgrenzen befinden, müssen im Vorfeld viele Dinge vorbereitet werden." Sicher sei aber, dass der Betreiber ein weiteres Windrad bauen möchte.

3,5 bis 4 Megawatt Ertrag

Geplant ist laut Alexander Wiethüchter eine Anlage vom Typ Enercon E 138, ähnlich dimensioniert wie die bestehenden vier Anlagen vom Typ E 115. Das Windrad E 138 ist besonders geeignet für Schwachwindlagen und komplettiert damit den bestehenden Windpark. Je nach Ausführung wären damit Erträge zwischen 3,5 und 4 Megawatt zu erwarten.

Im Bild die verpachtete Konzentrationsfläche. Ein weiteres Windrad soll dort entstehen. Grafik: SDZ/Archiv
Der Windpark Hummelsweiler im Bau, im Vordergrund Rosenberg. Zu den bislang bereits bestehenden vier Anlagen soll eine fünfte hinzukommen.

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