Rosenberg: Baumaßnahmen en masse

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Hinterbrand ist „aufgewühlt“: Sämtliche Versorgungsleitungen (Wasser, Abwasser und Strom) werden ausgetauscht und nun können auch die Leerrohre für das Glasfaser mit eingelegt werden. Foto: ng
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In einer Mammutsitzung brachte das Rosenberger Gremium viele Infrastrukturprojekte vor der Sommerpause auf den Weg.

Rosenberg

Eine umfangreiche Tagesordnung hatten die Rosenberger Gemeinderäte in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause abzuarbeiten; die Sitzungsvorlage umfasste 470 Seiten.

Aus Gründen der Breitbandförderung war es in der Planungszeit der derzeit laufenden Sanierung der Ortsdurchfahrt von Hinterbrand nicht möglich, Leerrohre für das Glasfaser miteinzubinden. Das hätte bedeutet, dass man den neuen Gehweg in wenigen Monaten wieder aufgerissen hätte, um Leerrohre zu verlegen. Nun konnte die Verwaltung eine Unbedenklichkeitsbescheinigung erwirken. Der Einbau der Leerrohre kostet 36 000 Euro, was der Rat auch sofort genehmigte. Des Weiteren vergab er die Prozesssteuerung für die Kläranlage an die Fa. Stoll-Prozessleittechnik in Eschach zum Angebotspreis von 17 000 Euro.

Sanierungen

Im Südwesten von Rosenberg liegt die Bachstraße, die aufgrund ihres mangelhaften Zustandes saniert werden soll. Außerdem erschließt sie als Fußweg die Wohngebäude „Am Bergle“. Matthias Schelbert von CDM-Smith, Crailsheim, stellte das Projekt vor. Ein neuer Straßenbelag, die Erneuerung von Hydranten und Wasserleitungen, die Verbreiterung einer Engstelle und eine neue Fußgängertreppe zum „Bergle“ hinauf – insgesamt sind es 230m Straßenlänge – wird rund eine halbe Million Euro kosten. Einstimmig fasst der Gemeinderat auch hier den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss.

Der Restausbau der Wasserleitung in der Hallerstraße wurde im April 2022 beschlossen; damals errechneten die Planer Kosten von 383.000 Euro. Für diese Maßnahme interessierte sich jedoch nur eine Baufirma, die dafür 607.000 Euro veranschlagt. Diese Überschreitung war dem Gemeinderat zu viel, so dass er die öffentliche Ausschreibung aufhob. Im Herbst soll der Restausbau neu ausgeschrieben werden.

Löschwasserbehälter

Ebenfalls im April ist der Bau eines Löschwasserbehälters im Ortsteil Matzengehren beschlossen worden. Weil man sich mit dem dortigen Grundstücksbesitzer nicht einigen konnte, wird dafür jetzt im Ortsteil Zollhof ein Löschwasserbehälter errichtet. Diesem Vorschlag der Verwaltung schloss sich der Rat einstimmig an.

Planungsleistungen für den neuen Bauhof im Bereich Heizung/Sanitär gehen zum Preis von 47.000 Euro an das Planungsbüro Josef Spielmann in Ellwangen. Die Erschließung des Waldkindergartens mit Wasser, Abwasser und Strom wird die Fa. Roth zum Preis von 53.000 Euro vornehmen. Die Gemeinde wird außerdem ein privat betriebenes Geschirrmobil erwerben und zum Betrieb an die Arbeitsgemeinschaft der Vereine und Vereinigungen in der Gemeinde Rosenberg übergeben.

Keine Einigung bei Tempozonen

Eine längere Diskussion gab es um den Beitritt zur Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“. Da man sich bei der Festlegung von Geschwindigkeitszonen nicht einengen lassen will, wurde der Beitritt mehrheitlich bei vier „Ja“-Stimmen abgelehnt.

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