Schachtsanierungen werden vertagt

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Warum trotz Starkregenfällen in Rosenberg vorerst keine Optimierung der Kanalisation kommt.

Rosenberg. Im Januar diesen Jahres befasste sich der Gemeinderat mit den Nachwirkungen der Starkregenereignisse vom Juni 2020. Damals kam es zu zahlreichen Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern in Rosenberg. Im Nachgang wurde eine Untersuchung der Dimensionierung der Kanalisation beauftragt (wir berichteten).

Das Ergebnis der Untersuchungen war, dass die Kanalisation rechnerisch entsprechend der gesetzlichen Vorgaben ausreichend dimensioniert ist. Die Starkregenereignisse waren außerhalb dessen, was die Kanalisation leisten muss.

Dennoch kam im Zuge der Untersuchungen Verbesserungspotenzial an Schächten und Leitungsführungen zum Vorschein, die ein besseres Abfließen des Oberflächenwassers im Bereich Birkenstraße, Eichenstraße, Erlenstraße und Karl-Stirner-Straße ermöglichen würden, wodurch die Kanalisierung dort leistungsfähiger würde.

Hierfür wurde im Januar eine Ausschreibung eingeleitet. Das Ergebnis lag dem Gemeinderat nun in seiner Sitzung vom Montagabend vor. Lediglich zwei Bieter beteiligten sich an der Ausschreibung, der günstigste Bieter lag allerdings mit rund 172 000 Euro mehr als 100 Prozent über den kalkulierten Kosten und weit außerhalb des im Haushalt vorgesehen Budgets.

Der Grund: „Die Baufirmen laufen an der Auslastungskante und das Material hat sich stark verteuert“, erklärte Bürgermeister Tobias Schneider, und regte an, die Ausschreibung wieder zurückzuziehen und erneut zu beraten. Gemeinderat Stefan Zerrer stellte nochmals heraus, dass es bei den Maßnahmen lediglich um Optimierungen gehe. Schneider versicherte: „Der Kanal entspricht laut Ingenieurbüro den Vorgaben. Bei Starkregen wie damals würden diese Optimierungen allein auch nicht helfen.“ Auch die Hauseigentümer müssten nachbessern.

Es bestehe keine unmittelbare Gefahr, wenn die Arbeiten verschoben würden. Zerrer sprach sich daher dafür aus, die Arbeiten auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Gemeinderat Dominik Wackler stimmte dem zu und setzte darauf, die Ausschreibung mit einer größeren Maßnahme zu verbinden.

Bürgermeister Schneider brachte daraufhin die vorgesehene Kanalsanierung Hummelsweiler im kommenden Jahr ins Spiel und setzte auf dann insgesamt günstigere Konditionen, auch durch das dann größere Auftragsvolumen. Dem schloss sich der Gemeinderat einstimmig an. Jürgen Kunze

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