Was die Rosenberger bewegt

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In der Diskussion: der Standort des Sendemasten auf dem Sportgelände am Ortseingang von Rosenberg (umrahmt). Archivfoto: opo

Biergarten, Sendemast und Baugebiete als Thema der Bürgerfragestunde.

Rosenberg. Bürgerfragestunden waren in den vergangenen Monaten aufgrund der Pandemie generell keine Option für Gemeinderäte, so auch in Rosenberg. In der Sitzung am Montagabend stand nun erstmals seit langem wieder eine Fragestunde an, und die Bürger machten dann auch rege davon Gebrauch.

Bürgermeister Tobias Schneider betonte, dass dennoch die Verwaltung jederzeit ein offenes Ohr habe und er sich jederzeit über einen Anruf freue, um Fragen zu beantworten.

Ein Bürger wollte wissen, warum man in Rosenberg einen Biergarten eröffne, obwohl immer noch Pandemie herrsche und andere Dorffeste abgesagt würden. Zudem wollte er wissen, ob die Anwohner im Vorfeld gefragt wurden.

Bürgermeister Schneider verwies darauf, dass beim Biergarten ein Hygienekonzept vorliege. Für das Betreten müsse man sich per App registrieren und die Zahl der Sitzplätze sei begrenzt. „Es ist ein Konzept, ähnlich wie bei der Außengastronomie in anderen Städten.“ Bei einem mehrtägigen Dorffest könne man diese Form der Kontrolle nicht gewährleisten. Die Anwohner habe man per Schreiben informiert und Verzehrgutscheine verteilt.

Seitens Baugebieten kam der Vorwurf, Rosenberg „schlafe“, weil Bauland knapp sei und im Umland neue Baugebiete ausgewiesen würden. Schneider wies dies von sich und entgegnete, dass im vergangenen Jahr gut 50 Bauplätze verkauft wurden, eine Zahl, die normalerweise eine Generation reiche. Mehr Flächen seien im Flächennutzungsplan nicht vorgesehen, das Potenzial erschöpft.

„Wir können nicht einfach auf Vorrat Bauland ausweisen, diese Zeiten sind vorbei“, so Schneider. Jedes weitere Baugebiet müsse detailliert begründet werden. Mit dem „Alten Kirchweg“ stehe das nächste Gebiet mit 13 Plätzen an, frühestens 2023 könne dort mit dem Bau begonnen werden.

Ein anderer Bürger mahnte an, dass im Zuge der Verhandlungen um den geplanten neuen Sendemast von Vodafone eine einmalige Chance bestehe, seitens Gemeinde auf einen anderen Standort weiter im Nordosten zu drängen, und die Gemeinde die Chance nutzen sollte.

Schneider entgegnete, dass es seitens Vodafone keinen neuen Stand gebe und der Betreiber mit neuen Vorschlägen auf die Gemeinde zugehen müsse, nachdem der Gemeinderat die letzte Anfrage abgelehnt habe. Gemeinderat Stephan Zerrer pflichtete bei: „Wir winken das nicht einfach alles durch. Nun muss Vodafone kommen.“

Jürgen Kunze

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