Zur Person

Winfried Krieger verabschiedet

+
Rosenbergs Kämmerer Winfried Krieger (Mitte) wird von Bürgermeister Tobias Schneider (rechts) nach 35 Jahren in den Ruhestand verabschiedet Sein Nachfolger ist Christian Laukenmann (links).

Rosenberg. Das Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung war ungewöhnlich: Nach der Schlussfragestunde öffnete sich die Saaltür und sämtliche Rathausbediensteten und die Mitarbeiter des Bauhofes betraten die Virngrundhalle. Sie alle hatten draußen geduldig gewartet, bis Bürgermeister Tobias Schneider den letzten Tagesordnungspunkt aufrief: Verabschiedung von Kämmerer Winfried Krieger in den Ruhestand nach 35 Dienstjahren im Rosenberger Rathaus.

Der Rathauschef skizzierte den Werdegang Kriegers und ging dann auf die Rosenberger Amtszeit ein, die im April 1987 mit der Bestellung zum Finanzchef der Virngrundgemeinde begonnen hatte. Mit einer ungewöhnlichen Zahl beeindruckte er den Gemeinderat und die hauptamtlichen Gemeindemitarbeiter: 410 Millionen Euro hat der scheidende Kämmerer in dieser Zeit bewirtschaftet! Dazu hatte Schneider die Volumina der Haushaltspläne der vergangenen 35 Jahre aufaddiert und kam dabei auf diese Summe.

In seiner Laudatio erinnerte der Bürgermeister an die vielen Großprojekte wie den Rathaus- und Sporthallenneubau, den Umbau und die Erweiterung der Karl-Stirner-Gemeinschaftsschule und der Virngrundhalle, an die Sanierung der Kläranlage und des Kanalsystems und den Erwerb und Umbau des örtlichen Rettungszentrums für die Feuerwehr und das DRK. Große Verdienste habe sich Krieger auch als Standesbeamter und EDV-Pionier erworben und sein letztes großes Werk, die Umstellung der kameralistischen Finanzbewirtschaftung auf das neue Haushaltsrecht Doppik, steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss.

Für den Gemeinderat dankte Manfred Rupp für den stets offenen, freundlichen und besonnenen Umgang: „Du bist immer ein offener Ansprech- und angenehmer Gesprächspartner gewesen.“ Er überreichte einen Geschenkkorb. Krieger dankte und sagte, dass er sehr gerne und mit Herzblut in der und für die Gemeinde gearbeitet habe. Er wünschte seinem Nachfolger Christian Laukenmann, den er einarbeiten durfte, alles Gute und überreichte den Schlüssel für den Aktenschrank. Ein coronagerecht „distanzierter“ Stehempfang schloss sich an.⋌ng

Zurück zur Übersicht: Rosenberg

Mehr zum Thema

Kommentare