Zu wenig Kindergartenplätze

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Der Kindergarten im Rosenberger Teilort Hohenberg soll auf zwei Vollgruppen aufgestockt werden. Zumindest übergangsweise wird hierfür die Schaffung weiterer sanitärer Einrichtungen nötig. Ein Sanitärcontainer soll kurzfristig helfen; perspektivisch muss das Gebäude erweitert und umgebaut werden. SP-Foto: Archiv/ jku
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Welche Lösung die Gemeinde für die Kinderbetreuung in Rosenberg und den Teilorten kurzfristig unterstützt und mittelfristig anstrebt .

Rosenberg

In Rosenberg übersteigt die Nachfrage nach Kindergartenplätzen schon ab Oktober das Angebot. Ursache sind die geburtenstarken Jahrgänge 2019 und 2020.

Diese kommen nun in absehbarer Zeit in die Kindergärten Rosenberg und Hohenberg. Zuzug in die Gemeinde und zusätzliche Baugebiete lassen absehen, dass der Trend auch mittelfristig anhält. Hinzu kommt, dass Kinder unter drei Jahren gemäß Landesvorgabe zwei Betreuungsplätze in Anspruch nehmen.

Gespräche mit dem Bistum

Das Problem: Weder in Rosenberg noch Hohenberg ist die Gemeinde der Träger der Einrichtungen, „und das Bischöfliche Ordinariat sieht sich im Überengagement“, so Bürgermeister Tobias Schneider.

Daher könne die Gemeinde nicht einfach aufstocken, auch wenn sie wollte. Zudem müsse die Aufstockung zu 100 Prozent von der Gemeinde übernommen werden.

Kurzfristig lassen sich Lösungen finden, so Schneider, doch auch die müssten von allen Seiten mitgetragen werden und könnten aber nur Übergangslösungen sein.

Diese sehen nun vor, in Rosenberg beim Bistum eine zusätzliche Gruppe zu beantragen und zu prüfen, ob eine Regelgruppe in eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten umgewandelt werden kann, „denn wir wollen bedarfsgerechte Betreuung anbieten“, erklärt Schneider.

In Hohenberg soll von 1,5 auf zwei Gruppen aufgestockt werden, dafür muss übergangsweise ein Sanitätscontainer aufgestellt werden. Die den Einrichtungen entstehenden Kosten übernimmt die Gemeinde zu 100 Prozent. Weiterhin soll geprüft werden, ob ein Waldkindergarten von der Kirche mitgetragen wird. Damit unterstützt der Gemeinderat einstimmig die Positionen des Kirchengemeinderats. Für mittelfristige Lösungen, wie An- oder Umbauten, insbesondere in Hohenberg, befinde man sich weiterhin in Gesprächen mit dem Bistum, so Schneider.

Wir wollen bedarfsgerechte Betreuung.“

Tobias Schneider, Bürgermeister

Betreuungssituation in Rosenberg und Hohenberg

Im Kindergarten Rosenberg stehen maximal 90 Betreuungsplätze zur Verfügung, in Hohenberg maximal 33 Plätze.

8,72 Stellen stehen in Rosenberg zur Verfügung, in Hohenberg 3,5 Stellen. Zum Stichtag 31. August 2021 leben 158 Kinder zwischen einem und sechs Jahren in der Gesamtgemeinde Rosenberg (110 in Rosenberg und Hummelsweiler, 48 in Hohenberg), die Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben. Die Nachfrage nach Ganztagesbetreuung und verlängerten Öffnungszeiten übersteigt das Angebot ab Oktober. 2022/2023 zeichnet sich kein Rückgang der Nachfrage ab. Die Regelbetreuung reicht aus.

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