Sanierung Westtangentenbrücke Ellwangen: "Wir können den Leuten nicht in die Reifen schießen"

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Die Westtangentenbrücke wird ab März nächsten Jahres für neun Monate gesperrt. Der Verkehr der B290 wird großräumig umgeleitet.
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Von März bis November 2023 wird die Westtangentenbrücke komplett gesperrt. Die Ortsdurchfahrten von Schrezheim und Rotenbach könnten ungewollt Umfahrung werden.

Ellwangen.

Ab März nächsten Jahres wird die Westtangentenbrücke wegen dringend nötiger Sanierung gesperrt. Zwischen der Scheffel- und der Rotenbacher Straße ist kein Verkehr möglich. 11 000 bis 13 000 Fahrzeuge pro Tag werden dann weiträumig umgeleitet, von der Jet-Tankstelle über die Landesstraße 1060, Nordspange, Röhlingen, L1029 bis Immenhofen zurück auf die B 290. "Wir haben keine andere   Möglichkeit", sagte im Gemeinderat der Leiter des Ordnungsamts Thomas Steidle. Man werde versuchen den Verkehrsfluss mit angepasster Ampelschaltung an der Jet-Tankstelle und an der Siemensbrücke so gut wie möglich am Fließen zu halten. Doch Staus sind trotzdem vorprogrammiert. Vor allem wenn es dann aufgrund von Unfällen auch noch zu einer Sperrung auf der A7 kommt, wird es eng werden.

Die große Sorge von Gemeinderat Jürgen Lang richtete sich auf die Ortsdurchfahrten von Rotenbach und Schrezheim: "Die sind als Ausweichstrecke geradezu prädestiniert, aber für Schwerlastverkehr überhaupt nicht geeignet. Was können wir da tun?" 

Thomas Steidle sieht die Gefahr, allerdings gebe es wenig Möglichkeiten: "Wir können den Leuten nicht in die Reifen schießen, wir werden das nicht vermeiden können."

Damit war Lang nicht zufrieden. "Eine Tonnagebegrenzung für die schmalen Ortsdurchfahrten könnten zumindest den Schwerlastverkehr aufhalten", meinte Lang und Berthold Weiß stimmte zu: "Man kann sich vorstellen, was los ist, wenn sich in Rotenbach zwei 40-Tonner begegnen."

Fritz Widmann machte darauf aufmerksam, dass sich mit der Scheffelstraße und der Aalener Straße, die als Fahrradstraße ausgewiesen sind, eine weitere Baustellenumfahrung anbietet und fragte, ob man nicht wenigstens dort eine Tonnagebegrenzung anordnen könne.

"Wir werden reagieren auf die Situation, die sich ergibt", wollte sich Steidle nicht festlegen. Man werde aber frühzeitig mit Schildern an der B290 auf die bevorstehende Sperrung aufmerksam machen, damit sich die Pendler umorientieren können.

Oberbürgermeister Michael Dambacher machte deutlich, dass diese Sanierung nicht in Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2026 stehe: "Die Brückensanierung ist dringend notwendig. Das Bauwerk ist nicht für die Belastung gebaut worden, die es heute aushalten muss."

Herbert Hieber sorgte sich um die Nordspange/Daimlerstraße, die durch die Umleitung weiter ramponiert werde.Bettina Vierkorn-Mack forderte die Stadtverwaltung auf, den Baufortschritt dieser Baustelle dann scharf zu beobachten. Die Bauarbeiten müssten auch zügig vorwärts gehen und dürften nicht verbummelt werden.

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