Schwabsberg wächst mit den „Bangertsäckern“

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Blick auf das künftige Wohngebiet Bangertsäcker am Ortsausgang von Schwabsberg. Ganz rechts die Straße nach Buch.

Stadtplaner informieren Rainauer Gemeinderat über ein Neubaugebiet.

Rainau-Schwabsberg. Um als Wohngemeinde attraktiv zu bleiben, hat sich Rainau auf die Agenda geschrieben in allen drei Teilorten nach und nach neue Wohngebiet zu erschließen, sobald Bedarf bestehe. Dies sei nun der Fall. So möchte man Bauwilligen in Schwabsberg ein Grundstücksangebot machen und ein neues Wohngebiet entwickeln. „Bangertsäcker“ am südlichen Ortsrand von Schwabsberg wird am westlichen Rand von der Straße Mühlberg begrenzt. Westlich anschließend befinden sich die Wohngebiete Kohlplatte I und II. Nach Norden und Osten schließt sich das Bahngelände an. Im Süden liegt landwirtschaftliches Grünland, Acker und Streuobstwiese.

Geschäftsführer Joachim Zorn von der Ingenieurgesellschaft „Stadtlandingenieure“ stellte dieses neue Gebiet vor. Es umfasst 3,1 Hektar und kann bebaut werden, ohne dass keine Ausgleichs- Eingriffsbilanz erforderlich sei. Für die am Ende 10 000 Quadratmeter Wohnbaufläche ist Grunderwerb erforderlich.

Erfreulich, so Bürgermeister Christoph Konle, dass die Grundstückseigentümer bereits signalisiert haben, dass sie interessiert seien, dass aus der Fläche Bauland werde. Diese letzte verbliebene Fläche in Schwabsbergs Flächennutzungsplan könnte Ein- und Zweifamilienhäuser, bei einer Grundstücksgröße von 580 bis 760 Quadratmeter Platz bieten. Möglich wäre auch eine kleine Tiny-House-Siedlung. Optional wäre eine Erweiterung des Gebietes nach Süden. Die auf dem Gebiet liegenden Streuobstwiesen sollen weitgehend erhalten bleiben.

Weitere Beratungen über die genaue Ausrichtung des Baugebietes werde in der Arbeitsgemeinschaft „Bauen und Technik“ des Gemeinderats diskutiert und vorgeschlagen. Ein besonderer Fokus, so der Bürgermeister, werde bei der Planung auf die Wasserableitung gelegt. Nicht nur aus aktuellem Anlass, sondern aus Erfahrung, die man bei Problemen im Baugebiet Kohlplatte gemacht habe. Rat Erich Migl meinte, dass der Zeitpunkt ideal sei. Dieses Gebiet habe man seit 1994 im Auge und das vereinfachte Umlegeverfahren ermögliche es, dass es mit der Gemeinde weiter vorwärtsgehe.

Der stellvertretende Bürgermeister Günter Vogt interessierte sich, wie die Zeitlinie dieser Bebauung verlaufen könne. Bürgermeister Christoph Konle gab zur Antwort: „Falls sich aus der Bevölkerung genügend Bauwillige fänden, könnte mit der Erschließung frühestens im Jahre 2023 begonnen werden. Eventuell im Herbst des gleichen Jahres können Bauherren zum ersten Spatenstich ansetzen.

Die Gestaltung des Eingangs des Rathausanbaus in Schwabsberg nimmt Formen an. Der neue Eingangsbereich solle als Visitenkarte des Hauptverwaltungssitzes der Gemeinde glänzen. Architekt Mathis Tröster und die Räte hatten sich für eine Corten-Stahl-Front ausgesprochen. Wegen steigender Materialpreise schien dies zunächst nicht möglich und man suchte eine Alternative mit den Natursteinplatten. Nun hat sich ein neuer Anbieter aus Aalen gefunden, der den Eingang gestalte und das Material montiere – zu einem Angebotspreis von 38 080 Euro. Dies inklusive Gemeindewappen und Schriftzug. Dieses Angebot liege immerhin 18 000 Euro unter dem ersten Angebot und wurde mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen.

Der vorläufige Jahresabschluss 2020 und der Finanzzwischenbericht 2021 zeigten, dass die Gemeinde mit großer Weitsicht ihre Finanzen geplant habe. Die Gemeindekämmerin Ingrid Nagl bekam für ihre Ausführungen und Berechnungen Lob vom gesamten Gremium. Die Gemeindekasse habe nun eine Million Euro mehr auf der Habenseite und die Pro Kopf-Verschuldung liege unter dem Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden in Baden-Württemberg. sab

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