Schwäbisch Hall: Ausgangssperre auch bei Tag

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Die britische Mutante des Corona-Virus breitet sich im Landkreis Schwäbisch Hall aus. Wegen der hohen Inzidenzwerte gelten verschärfte Maßnahmen.
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Der Nachbarlandkreis Schwäbisch Hall verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Unter anderem müssen die Kitas schließen.

Schwäbisch Hall

Die Fallzahlen im Landkreis Schwäbisch Hall steigen aufgrund des hohen Anteils der britischen Mutante weiter, täglich kommen mehr als hundert Infizierte hinzu. Derzeit ist der Landkreis bei der Sieben-Tage–Inzidenz negativer Spitzenreiter im Land Baden-Württemberg mit 292,7. Besonders hoch: die Inzidenzen in Crailsheim mit rund 500 und Schrozberg, das aktuell die 1200er Grenze überschritten hat.

Besonders betroffen sind im Landkreis Schwäbisch Hall neben den Ausbrüchen in Betrieben auch 35 Kindertagesstätten, verteilt über den gesamten Landkreis. Insbesondere in den letzten zwei Wochen stiegen die Infektionen in den Kitas deutlich an. Etwa 400 der Infektionen und Folgefälle sind auf die Ausbrüche in Kindertagesstätten zurückzuführen, so das Landratsamt.

Ab 22. März bleiben daher die Kitas im Landkreis Schwäbisch Hall geschlossen. Diese Allgemeinverfügung wird befristet bis zum 2. April erlassen. Eine Notbetreuung soll es weiterhin geben, allerdings werden die Eltern gebeten, diese wirklich nur bei zwingender Notwendigkeit in Anspruch zu nehmen. "Ich verstehe, dass die Kita-Schließungen für die Familien eine hohe Belastung darstellen, trotzdem sind diese unerlässlich", bedauert Landrat Gerhard Bauer. Zu den Ausbrüchen in den Kindertagesstätten nimmt die Zahl der Infizierten, die eine Quelle nicht benennen können, zu. Deshalb wird im Landkreis Schwäbisch Hall bereits ab Samstag, 19. März, eine Ausgangssperre auch tagsüber gelten. Der Aufenthalt außerhalb der Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet. Der Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und Bewegung im Freien werden weiterhin möglich sein. Diese Allgemeinverfügung gilt bis zum 29. März.

Ich verstehe, dass die Kita-Schließungen für die Familien eine hohe Belastung darstellen, trotzdem sind diese unerlässlich.

Gerhard Bauer Landrat Kreis Schwäbisch Hall

Als Reaktion auf das Infektionsgeschehen in der Stadt Schrozberg, wo aktuell die Inzidenz auf 1237,5 geschnellt ist, besteht nun im Stadtgebiet Schrozberg die Pflicht, eine medizinische Schutzmaske im öffentlichen Raum zu tragen.

Sollte der Inzidenzwert an drei Tagen unter 200 fallen, treten die Allgemeinverfügungen im Landkreis Schwäbisch Hall wieder außer Kraft.

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