Segen für Mensch, Tier, Feld und Flur

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Lediglich neun Reiter mit den Standarten von Schwenningen, Neuler und Bronnen begleiteten die Kutsche auf dem abgekürzten Weg durch Feld, Wiese und Wald.
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Bereits zum 74. mal machten sich Reiter und Kutschen von der Heilig Blut-Wallfahrtskapelle zu Schwenningen aus auf den Weg zum Blutritt. Diesmal waren nur wenige Reiter dabei.

Schwenningen

Der Schwenninger Blutritt ist eine Reiterprozession, bei der mit dem Ritt durch die Flure für Gesundheit von Mensch und Tier gebeten wird. Mit dem Reiterzug in der Kutsche dabei ist Dekan Dr. Sven van Meegen mit der heiligen Blutritt-Reliquie.

Zug startet diesmal nur mit neun statt mit knapp 200 Reitern

Der Zug startete zum 74. Mal traditionell an der über 500 Jahre alten Heilig Blut-Wallfahrtskapelle zu Schwenningen. In diesen besonderen Zeiten versammelten sich am Montagmorgen nicht wie sonst knapp 200 Reiter, um die Prozession durch die Flure anzutreten. Lediglich neun Reiter mit den Standarten von Schwenningen, Neuler und Bronnen begleiteten die Kutsche auf dem abgekürzten Weg durch Feld, Wiese und Wald.

Dass die Tradition des Blutritts aufrecht erhalten werde, war dem Dekan ganz besonders wichtig. Es solle ein Zeichen sein für alle die, die nicht dabei sein können oder dürfen, und alle sollen sich im Herzen mitgenommen fühlen. Die Fürbitte an der ersten Wallfahrt-Station galt den Menschen selbst.

Fürbitten für diejenigen, die im Augenblick ohne Einkommen sind

In den letzten zwei Jahren sei es gerade während der Pandemie wichtig, zu sich selbst zu kommen, dafür müsse man aus sich heraus gehen. Und wo könne man das besser als in der Natur. Seine Fürbitten waren auch allen denen gewidmet, die augenblicklich ohne Arbeit und Einkommen seien. An der dritten Haltestation – an der Feldkapelle „Maria vom guten Rat“ oberhalb der Adlersteige – beteten die Gläubigen für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt. Jeder könne, so der Dekan, Gerechtigkeit im eigenen Leben leben. Die augenblickliche Situation mache uns noch mehr bewusst „Wir haben nicht alles selbst in der Hand“.

Der kleine Blutritt endete vor der Wallfahrtskapelle in Schwenningen, vor der die Gemeinde dieses Jahr wieder Gottesdienst feierte. Das beliebte dreitägige Dorffest, die sogenannte „Pfingstwiesen“ musste auch dieses Jahr wieder ausfallen.

„Wir haben nicht alles selbst in der Hand.“

Dr. Sven van Meegen, Dekan
Statt sonst knapp 200 Beteiligten waren es wegen der Pandemie nur wenige.
Dekan van Meegen segnete Felder, Fluren, Mensch und Tier.
Am Ortsausgang v spielte eine Abordnung des MV Neuler.

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