48 Jahre lang Postbote: Die letzte Tour von Peter Ebert

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Peter Ebert (63) arbeitete 48 Jahre bei der deutschen Post.
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Die Kolleginnen sorgen dafür, dass der Postbote bei seiner letzten Tour für Aufsehen sorgt.

Ellwangen

Da mussten sich manche wohl verwundert die Augen reiben, als der Postbote Peter Ebert am vergangenen Samstag mit seinem Elektrofahrzeug vorfuhr und den Briefkasten befüllte. Die Kolleginnen hatten im Postverteilzentrum das Fahrzeug mit Plakaten beklebt, damit jeder sofort sehen konnte, dass hier ein verdienter Postbote seine letzte Tour fährt.

48 Jahre lang war Peter Ebert bei der Deutschen Bundespost und der Deutsche Post AG beschäftigt. Er kann beurteilen, was es heißt, jeden Tag draußen zu sein und zuverlässig die Post zu verteilen. Das ist viel mehr als nur ein verantwortungsvoller Botendienst, der da geleistet wird. Das ist auch ein Stück weit soziale Verantwortung, denn es geht ja nicht nur darum Briefe und Pakete zu verteilen. Manche, insbesondere ältere Menschen, warten schon  an der Tür, wenn der Postbote kommt, weil es schön ist, wenn man noch ein paar Worte mit jemandem wechseln kann.

Die Kommunikation hat für viele Menschen größere Bedeutung als je zuvor, weil mit der Coronapandemie Verbindungen abgebrochen sind und verlässliche Kontakte wegfielen. Die Post kommt nach wie vor und Peter Ebert war immer für einen kurzen Schwatz zu haben. Am Samstag blieb es dabei nicht. In den Ellwanger Teilorten und in Rainau, wo er immer unterwegs war, wurde es zur längsten Tour seiner Dienstzeit, denn dank der Plakate wusste jeder sofort, was los war und so musste der 63-Jährige bei vielen stehen bleiben und auch das ein oder andere mal anstoßen.

Postbote Peter Ebert (oben) wird von den Kolleginnen zu seiner letzten Tour verabschiedet.

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