81 Unterschriften gegen Raserstrecke 

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Symbolbild Unterschrift
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In Rindelbach, Schönau, Kalkhöfe wehren sich Anwohner gegen den Verkehr auf der Straße durch das Jagsttal.

Ellwangen

Es war eine Liste mit 81 Unterschriften, die Max Spiegler, Martina Higler und Joachim Eiberger am Dienstag dem Oberbürgermeister im Rathaus überreichten. "Überwiegend Anlieger der Strecke, ein paar Sympathisanten", wie Spiegler, der Initiator der Bürgerinitiative "Lebenswertes Jagsttal" dazu sagt. Er selbst wohnt in Schönau und erlebt täglich, wie die Fahrzeuge an seinem Haus vorbeidonnern. Viel zu schnell, auf der schmalen und unübersichtlichen Strecke gilt eigentlich Tempo 50, und auch unnötig, denn man könnte ja auch auf der B 290 fahren.

Die Gemeindeverbindungsstraße durch das idyllische Jagsttal ist keine Abkürzung. Doch manchmal, insbesondere, wenn in der Haller Straße wieder Stau ist, fährt man über Rindelbach, Schönau, Kalkhöfe schneller.

Und dann sind da noch die Raser. Joachim Eiberger, der in Kalkhöfe wohnt, erkennt sich schon am Motor, die Freizeitfahrer, die ihr Fahrzeug auf der kurvenreichen Straße ausfahren wollen und denken, da komme ja eh niemand entgegen. Von wegen: "Erst vorige Woche lag wieder einer im Graben", berichtet Eiberger. Und in Kalkhöfe habe es schon mehr Unfälle gegeben. Seitdem Tempo 30 neu ausgezeichnet wurde, sei es besser geworden.

Das Fahrverhalten einiger sei eine Gefahr für  Wanderer und Radfahrer, die auf dieser Strecke gerne unterwegs sind. Deshalb haben die BI-Mitglieder eine bessere Beschilderung der Strecke auf ihrer Wunschliste. "Viele denken, da gibt es gar keine Tempobeschränkung", sagt Spiegler. Was man sich noch wünscht: mehr Kontrollen. "Tempolimit bringt nur was, wenn es auch kontrolliert wird", meint Eiberger.

Der Oberbürgermeister nimmt die Unterschriften entgegen: "Wir haben das auf dem Schirm", sagt er, doch die Stadt sei in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. "Das Regierungspräsidium hebt Maßnahmen auch wieder auf, wenn sie sachlich nicht gerechtfertigt sind. Das wollen wir natürlich nicht", sagt er und verspricht eine Prüfung und Vorstellung der Situation in der Verkehrsschau.

"Oft ist das Navigationsgerät das Problem, wenn auf Nebenstrecken der Verkehr überhandnimmt", meint Dambacher. Nur könne man auf die entsprechenden Dienste, die dahinter stehen, eben kaum Einfluss nehmen. Die Stadt werde aber über Verkehrsboxen, die Zahl und Art der Fahrzeuge sowie die gefahrene Geschwindigkeit aufzeichnen, die Situation beobachten.

81 Unterschriften gegen die Raser auf der "Jagsttal-Magistrale": (v.l.) Martina Higler, Max Spiegler, Oberbürgermeister Michael Dambacher, joachim Eiberger.

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