Allgemeines Aufatmen nach dem Ausnahmezustand

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Die Erleichterung ist überall spürbar, als am Samstag die Wirtschaften wieder geöffnet sind. Stammtische treffen sich nach dem Corona-Lockdown zum ersten Frühschoppen seit Monaten, wie hier im Roten Ochsen.
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Ein Rundgang durch die Innenstadt an dem Tag, als die Läden und die Gastronomie wieder öffnen durften.

Ellwangen

Samstag, der 29. Mai 2021, ein denkwürdiger Tag: Nach einer Sperrstunde, die mehr als sieben Monate andauerte, öffnen die Wirtschaften wieder. Wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf Platz nehmen an einem der vielen Tische die in der Fußgängerzone stehen. Für die meisten bedeutet dies zunächst einmal den Gang zu einem der Testcenter.

Eine lange Schlange vor der Stadthalle, die sich aber schnell abbaut, weil das DRK genug Personal einsetzt. Enormer Andrang auch bei den Test-Centern in der Spitalstraße und auf dem Lidl-Parkplatz. Der Wunsch nach dem negativen Testbescheid ist deutlich stärker ausgeprägt als die Tage und Wochen zuvor.

Endlich geht es wieder aufwärts.“

Alexander Veit, Rotochsenbrauerei
Wurde schmerzlich vermisst: das frische Pils vom Fass.

Vor dem „Roten Ochsen“ sitzt der erste Stammtisch, der seit Monaten auf den gemeinsamen Frühschoppen verzichten musste. Die Männer sind gut gelaunt, genießen das frisch gezapfte Pils, ein Hochgenuss nach vier Monaten Flaschenbier.

Man zeigt gerne seine Impfbescheinigung oder das Testergebnis, die meisten Lokale überlassen die Registrierung dem Gast mit der Luca-App. Die Wirtin, Christiane Veit und ihre Bedienungen sind froh, dass sie endlich wieder Gäste empfangen dürfen. „Endlich geht es wieder aufwärts“, sagt Alexander Veit von der Rotochsenbrauerei.

Ob im „Punto“, im „Bistro“, in der Ratsstube oder im Kronprinzen: überall glückliche Gesichter. Das Gefühl der Erleichterung ist auch denen anzusehen, die gerade vom Marktplatz kommen, die Taschen gefüllt mit Gemüse vom Wochenmarkt: „Trinken wir jetzt noch einen Cappuccino oder ein Bier?“ Auch die Ladengeschäfte spüren die neue Freiheit. Die Kunden kommen zurück, auch wenn noch Auflagen gelten. In manchen Geschäften wird man nach der Testbescheinigung gefragt, vor manchen bilden sich Menschenschlangen, weil die Zahl der Kunden an die Ladenfläche gebundne ist.

Nach dem Wochenmarkt gemütlich im Café sitzen. Die Fußgängerzone füllt sich wieder, das Wetter passt.

Gegen Mittag sind die Cafés und Gasthöfe gut gefüllt, fast wie in den Vor-Corona-Zeiten. Touristen sind in der Stadt, man sieht Radfahrer mit Gepäck, die am Fuchseck im neuen Stadtinfo nach Prospekten und Übernachtungsmöglichkeiten fragen. Die vielen Menschen auf den Straßen machen Mut. Viel zu lange schien die Stadt wie ausgestorben.

Allerdings haben nicht alle Lokale geöffnet. Manche Wirte hatten nicht damit gerechnet, dass es so schnell losgehen würde. Hariolf und Wolfgang Kirsch von der „Kanne“ haben Umbauarbeiten laufen. Andere hatten Schwierigkeiten, das Personal so schnell aus der Kurzarbeit zu holen oder die Registrierung der Kontaktdaten zu organisieren. Und wieder andere sind noch im Pfingsturlaub.

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