Alte Bäume fallen an der Jagst

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An der Uferböschung der Jagst werden Bäume gefällt.
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Weil der Campingplatz näher an den Hang heranrückt und das Jagstufer neu gestaltet wird, müssen Bäume entfernt werden.

Ellwangen Seit Montagfrüh heulen auf dem künftigen Landesgartenschaugelände die Motorsägen: Entlang der Rotenbacher Straße und am Ufer der Jagst werden Bäume gefällt, die entweder ein Sicherheitsrisiko für geplante Bauprojekte sind, anderen Anlagen im Weg stehen oder ohnehin in ihrer Standfestigkeit gefährdet sind. Knapp 60 größere Bäume kommen im Bereich Rotenbacher Straße weg, vorwiegend Buchen und Eschen, erklärt der städtische Baumkontrolleur Felix Rettenmeier. Die Baumriesen hebt das "Biber-Team-Forst" vorsichtig mit einem Baumkran heraus. Der jüngere Nachwuchs soll möglichst nicht beschädigt werden. Hintergrund an dieser Stelle ist die Neuordnung des Campingplatzes, der näher zum Wellenbad und näher zum Hang heranrücken wird.

Die Baumstämme werden von der Maschine auf acht Meter abgelängt und auf der Eiswiese vorerst zwischengelagert. Später wird das eingeschlagene Holz zur Jagst zwischen Schrezheim und Rotenbach geschafft. "Die Landesgartenschau GmbH will die Stämme auf dem Gartenschaugelände nutzen", erklärt Rettenmeier. Teilweise wird das Holz für Verbauungen im neuen Jagstbett verwendet, teilweise zu Totholzlager aufgeschichtet. Mit hohlen Stämmen sollen Höhlenpyramiden als Nistplätze für Vögel geschaffen werden.

Währenddessen werden entlang des Fuß- und Radweges an der Jagst ebenfalls etliche Bäume umgemacht. Die Stämme, die am befestigten Flussufer stehen, sollen wenn möglich mit Wurzelteller entfernt werden. Das Bett der begradigten Jagst ist mit Steinen ausgelegt und wird renaturiert, das Stauwehr wird zurückgebaut, der Wasserspiegel sinkt dadurch um rund zwei Meter. Die Steinverbauung, die den Fluss zum Kanal machen, werden weitgehend entfernt. Das Gewässer soll sich künftig bewegen können, soll mäandrieren, Steilufer und Flachwasserzonen bilden können. Es werden neue Uferbepflanzungen angelegt, insgesamt werden auf dem Landesgartenschaugelände weit über 1000 Bäume gepflanzt.

Info: Durch die Baumfällarbeiten bleibt voraussichtlich bis Donnerstag, 19. Januar, die Rotenbacher Straße zwischen 7.30 und 16.30 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr von und nach Rotenbach wird über den Hubertusweg umgeleitet. Der Fuß- und Radweg entlang der Jagst bleibt bis auf weiteres gesperrt. Er wird mit der Landesgartenschau an das nordwestliche Ufer verlegt.

An der Uferböschung der Jagst werden Bäume gefällt.
An der Uferböschung der Jagst werden Bäume gefällt.
Vorbereitung auf den neuen Campingplatz: Behutsame Entfernung von Bäumen entlang der Rotenbacher Straße.
Vorbereitung auf den neuen Campingplatz: Behutsame Entfernung von Bäumen entlang der Rotenbacher Straße.

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