Am Karl-Wöhr-Platz muss nachgebessert werden

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Absturzgefahr für Kleinkinder: Die Einfassung des Sandspielplatzes soll mit einer umlaufenden Holzbank versehen werden.
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Gemeinderäte sind unzufrieden mit der Pflasterung und am Spielplatz könnten Kleinkinder abstürzen.

Ellwangen

Vor der Sitzung trafen sich die Mitglieder des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrsangelegenheiten (ABUV) am Karl-Wöhr-Platz, der im vorigen Jahr unter Federführung der Landesgartenschau GmbH saniert worden war. Der Grund: einige Gemeinderäte waren der Meinung, die Pflasterarbeiten seien unsauber ausgeführt worden.

Architekt Stephan Brendle erklärte, dass es im vorigen Sommer Schwierigkeiten mit der Lieferung des Granitpflasters aus Portugal gab. Die Unterbrechung von Lieferketten und ein starker Ansturm auf die Steine aus Portugal hätten zu einer Verknappung des Materials geführt, weshalb man statt gesägten teilweise gebrochene Steine gekauft habe.

Ein Pflaster aus gebrochenem Granit, wie es am Karl-Wöhr-Platz verlegt wurde, weise grundsätzlich ein unregelmäßigeres Fugenbild auf als das aus gesägten Steinen, wie man es am Methodiusplatz sehen kann. Allerdings habe man der ausführenden Firma bei der Abnahme der Baustelle eine Mängelliste vorgelegt, die noch abgearbeitet werden muss. Dazu zähle auch eine Korrektur des Fugenbilds.

Ein weiteres Problem ergibt sich am Karl-Wöhr-Platz aus der Einrahmung des neuen Sandspielplatzes. Die beiden westlichen Ausläufer der Umrahmung sind 80 Zentimeter hoch und bildeten damit eine potenzielle Absturzgefahr für Kleinkinder. Zwar bezeichne die Planung am Karl-Wöhr-Platz nur einen Spielpunkt und keinen Spielplatz, wodurch weniger strenge Unfallverhütungsvorschriften gelten. "Aber wir sollten es nicht darauf ankommen lassen, dass ein Gericht entscheidet, ob das nun ein Spielplatz oder ein Spielpunkt ist", begründete Oberbürgermeister Michael Dambacher, weshalb die Stadt an der Stelle nachbessern will.

Zwei Varianten standen zur Auswahl: eine durchlaufende Holzbank, mit der die Absturzhöhe halbiert wird oder eine kürzere Bank in Kombination mit zwei großen Granitkugeln, die krabbelnde Kinder aufhalten sollen. Mehrheitlich stimmte der Ausschuss für die umlaufende Holzbank. Die Kugeln seien für etwas größere Kinder die Einladung zum Klettern und verstärkten damit die Unfallgefahr noch, meinte Andre Zwick (SPD). Herbert Hieber (SPD) befürwortete die umlaufende Bank. So werde der Karl-Wöhr-Platz zu einem Kommunikationspunkt. Die Bank könne auch ein Gastronomiebetrieb für Außenbewirtung nutzen, wenn die "Kanzlei" wieder eröffnet wird.

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