Annäherung an eine Legende

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Rudolf Salenbauch, Wolfgang Kirsch und Ulrich Brauchle (von links) halten die von Brauchle gestalteten Konzertplakate in die Kamera. Sie sind von Brauchle handsigniert und können zu einem Preis von 20 Euro erworben werden.
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Am kommenden Samstag wollen sich Alex Nagel, Matthias Kehrle und Ulrich Brauchle dem Rockpoeten und Nobelpreisträger Bob Dylan musikalisch und künstlerisch annähern. Im Palaisgarten erwartet das "Bob Dylan Projekt" dazu ein volles Haus.

Ellwangen. Das dürfte - nicht nur für die Fans von Bob Dylan - ein außergewöhnlicher Konzertabend im Palaisgarten werden. Am Samstagabend versucht das  "Bob Dylan Projekt" mit Alex Nagel, Matthias Kehrle und Ulrich Brauchle eine Annäherung an den us-amerikanischen Ausnahmekünstler  und Nobelpreisträger - und das nicht nur musikalisch.

Auf dem Programm des Trios stehen neue, selbst arrangierte Coversongs  von "His Bobness" Dylan. Gäste können sich an dem Abend auf Musik freuen, die sich in keine Stilrichtung-Schublade stecken lässt. Wie der große Dylan so bietet auch das Trio im Palaisgarten Songs, die ein breites musikalisches Spektrum abdecken - von Blues und Folk über  Jazz bis Bluegrass. Zum Einsatz kommt dabei ein großes Instrumentarium.  Gespielt wird auf Orgel, Mandoline, Mundharmonika, Gitarre, Schlagzeug und Bass.

Dem Phänomen Dylan wird sich aber auch aus anderer Richtung angenähert. Alex Nagel, Profimusiker und  versierter Sprecher, wird im Rahmen des Konzerts Liedtexte und bekannte Zitate des Literatur-Nobelpreisträgers des Jahres 2016 vortragen. Ebenso wie Ausschnitte von Interviews, die Bob Dylan während seiner langen Karriere nur höchst selten gegeben hat. 

Eine besondere Rolle kommt an dem Abend Ulrich Brauchle zu. Der bekannte Ellwanger Maler, Zeichner und Grafiker wird nicht nur als Gitarrist und Sänger mitwirken, er zeigt auch seine Kunst. Brauchle hatte sich vor rund sieben Jahren erstmals mit dem Rockpoeten intensiv auseinandergesetzt. 2015 erschien in dem Druckverlag „Edition Schwarze Seite“ sein Künstlerbuch "Bob Dylan" in einer  Auflage von 35 Exemplaren. Es beinhaltet 16 Original-Brauchle-Radierungen von Bob Dylan und war damals die allererste von Dylans Management genehmigte Publikation dieser Art. Die 35 Bücher, für die ein vierstelliger Euro-Betrag aufgerufen wurde, waren dann auch schnell vergriffen. Museen und Sammler aus der ganzen Welt, vor allem aus den USA, schlugen zu. 2017 legte Brauchle nach, und brachte noch eine exklusive Grafik-Mappe "Bob Dylan" heraus, die genauso gefragt war. Brauchle-Kunst für den etwas schmaleren Geldbeutel gibt es am kommenden Samstagabend - Brauchle bietet 18 von ihm gestaltete, handsignierte Konzert-Plakate an -  die für 20 Euro zu haben sind. Für jeden Dylan- und BRauchle-Fan ein absolutes Muss. Außerdem zeigt der Künstler in seinem "Ausstellungs-Schaufenster" in der Spitalstraße im ehemaligen K&L für eine kurze Zeit einige seiner Dylan-Radierungen. 

Für Brauchle ist Bob Dylan ein dankbares Kunstobjekt. "Das ist einfach ein Wahnsinnstyp - arrogant, sperrig und unnahbar." Er agiere wie er singt und wie er ist - unerwartet, gegen den Strich, findet Brauchle.

Und genau davon soll das Publikum an dem Konzertabend einen Eindruck  bekommen, das übrigens organisiert wird von Rudolf Salenbauch von der mobilen Disco NAC und der "Weinstätte Kanne". Salenbauch, selbst ein riesengroßer Dylan-Fan, hatte das "Bob Dylan Projekt" für den Auftritt im Palaisgarten extra angefragt. Und freut sich nun riesig auf das Konzert, bei dem er selbst mitwirken wird. Als Vorgruppe. Salenbauch wird, begleitet von Matthias Muth auf der Harp, einige selbst komponierte Stücke vortragen mit Texten von Dichtergrößen wie Heinrich Heine oder Else Lasker-Schüler. Das Team von der Kanne um Wolfgang und Hariolf Kirsch sorgt für die Bewirtung; es gibt zünftige Speisen und Bier vom Fass.  Die Organisatoren rechnen mit einem vollen Haus. Bis zu 250 Dylan-Fans werden im Palaisgarten erwartet - vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Konzertbeginn ist um 19 Uhr, Einlass und Bewirtung ist ab 18 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro (ermäßigt zehn Euro). Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung im Palais statt

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