Arbeiten für neuen Wertstoffhof beginnen

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Erster Spatenstich für den neuen Wertstoffhof an der L1060 beim hinteren Spitalhof: Stadt Ellwangen und die GOA investieren zusammen rund 2,5 Millionen Euro.
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An der L1060 zwischen Eggenrot und Ellwangen werden 2,5 Millionen Euro investiert, damit der Schießwasen für die Landesgartenschau frei wird.

Ellwangen Von einer Initialzündung sprach Oberbürgermeister Michael Dambacher beim ersten Spatenstich für den Bau des neuen Wertstoffhofs an der L1060. Tatsächlich schafft die neue Baustelle im Westen Platz für das, was mit der Landesgartenschau am Schießwasen entstehen soll. Bis zum Jahresende soll beim hinteren Spitalhof der neue Wertstoffhof der GOA entstehen. Dazu wird ein neues Materiallager für den städtischen Baubetriebshof geschaffen, samt neuer Erschließung mit einer Linksabbiegerspur auf der L 1060, Kanalanschluss, Regenrückhaltebecken. 4600 Kubikmeter Erde werden bewegt und vor Ort wieder eingebaut, 925 Meter Kanal gegraben, 7200 Quadratmeter Fläche asphaltiert. "Wir haben dafür geschützte Eidechsen in acht Steinburgen umgesiedelt", sagte Dambacher.

Die Planung ziehe sich bereits mehrere Jahre und es habe etliche Debatten und Diskussionen erfordert, um den neuen Standort für den Wertstoffhof zu finden, sagte Dambacher. Man sei jedoch überzeugt, dass sich an diesem Standort wertvolle Synergien ergeben und dass hier eine Anlage möglich wird, die den Bürgern deutlich mehr Komfort bieten wird als der alte Wertstoffhof am Schießwasen. Die Erschließung und die Arbeiten am Materiallager kosten rund 1,5 Millionen Euro. Die GOA investiert in den neuen Wertstoffhof eine weitere Million Euro.

Kreiskämmerer Karl Kurz wies darauf hin, dass der Wertstoffhof am Schießwasen nicht barrierefrei ist und den Kunden einiges abverlangt, um Kisten und Stapel über Treppen in die Container zu werfen. Die neuen Container werden im Boden versenkt sein, die Wertstoffe können ohne größeren Kraftakt eingeworfen werden.

Das Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises setze auf die Erfassung und Wiederverwertung möglichst vieler Stoffe, damit möglichst wenig deponiert werden muss. Der neue Wertstoffhof wird Annahmesysteme für alle relevanten Stoffe haben einschließlich zweier Grüngutboxen für feuchten und trockenen Grünmüll.

Wie Simon Haag von dem Bauunternehmen Haag Bau mitteilt, werden zunächst die Arbeiten am Regenrückhaltebecken und am Kanal ausgeführt. Die Baustelle war in den 1970-er Jahren teilweise Mülldeponie. Laut Plan werde man jedoch nicht in die eigentliche Deponie eingreifen müssen, sondern bleibe im Bereich der Abdeckung aus Erdmaterial. Erst ab Pfingsten wird im Bereich der L1060 am Radweg und an der neuen Abbiegespur gearbeitet. Die Fertigstellung ist bis 2. Dezember geplant.

"Wir haben dafür geschützte Eidechsen in acht Steinburgen umgesiedelt."

Michael Dambacher, Oberbürgermeister

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