Asbrock für ein grünes Kultusministerium

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Landtagskandidat Alexander Asbrock (, vorne, 2. v. r.) stellt sein Programm vor, rechts davon Ersatzkandidatin Melanie Kraus, links Bennet Müller und Berthold Weiß.

Überraschung beim Kreisparteitag der Grünen: Silas Schimmel setzt sich gegen Berthold Weiß durch.

Ellwangen. Der Kreisverband von Bündnis 90/ Die Grünen hat in der Ellwanger Stadthalle seine Mitgliederversammlung durchgeführt. Bestimmende Themen waren der Wahlkampf für die Landtagswahl und die Wahl von Delegierten für verschiedene Landes- und Bundesversammlungen.

Berthold Weiß, Sprecher des Kreisvorstands und Fraktionsvorsitzender im Ellwanger Gemeinderat, begrüßte knapp 30 Mitglieder zur Versammlung. Man habe ausführlich überlegt, ob eine solche Versammlung als Präsenzveranstaltung möglich wäre. Aber man habe ein Zeichen setzen wollen, zudem sei das Hygienekonzept der Stadt für die Stadthalle ausgeklügelt.

Weiß blickte auf das vergangene Jahr zurück mit dem Schwerpunkt Landtagswahlkampf, der doch so ganz anders war als bisherige Wahlkämpfe, mit virtuellen Bürgerdialogen, Podiumsdiskussionen und anderem mehr. Trotzdem hätten Kandidat Alexander Asbrock und seine Ersatzkandidatin Melanie Kraus mit der großen Unterstützung aller Mitglieder Unglaubliches geleistet, wie Weiß sagte.

Asbrock bedankte sich für die Unterstützung und warb noch einmal für seine Ziele und Vorstellungen. Die Region müsse mit einem zweiten, einem grünen Mandat im Landtag vertreten sein. Priorität hätten für ihn ihm Klima- und Artenschutz, eine nachhaltige Wirtschaft und der Ausbau der erneuerbaren Energien. Regionale Absatzmärkte sollten ausgebaut werden, um die hiesigen Landwirte zu unterstützen. Unbedingt sollte das Kultusministerium künftig grün geführt werden, "für eine gute Zukunft für unsere Kinder".

"Bei den Wahlen, dem Programmparteitag und den Delegiertenversammlungen werden Weichen gestellt", kündigte Berthold Weiß die anstehenden Wahlen an. Die Grünen müssten im Bund eine Regierungsbeteiligung erreichen, um die richtige Richtung vorzugeben. Schon seien auch große Unternehmen auf dem richtigen Kurs, wie Varta oder Apple. "Vieles ist möglich mit Mut, wir können mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben", sagte er.

Die drei Kandidaten für die Landesdelegiertenkonferenz, bei der die Landesliste bestimmt wird, wurden in einem "Frauenwahlgang", in dem zwei Frauen gewählt werden sollten und einem "offenen Wahlgang" gewählt. Den Kreisverband vertreten Ulrike Richter, Stefanie Endig und Silas Schimmel (Grüne Jugend), der sich gegen Berthold Weiß durchsetzte. Ersatzkandidaten sind Melanie Kraus, Ingrid Gottstein, Bennet Müller und Mathias Wagner.

Zu Vertretern für die Bundesdelegiertenkonferenz, bei der das Programm für die Bundestagswahl beschlossen wird, wurden Jana Schlipf und Reiner Bareiß bestimmt, Ersatz sind Stefanie Endig, Susanne Bareiß, Melanie Kraus, Alexander Asbrock, Mathias Wagner und Silas Schimmel. Melanie Kraus vertritt den Kreisverband im Landesfrauenrat, Rudolf Vöhringer im Landesfinanzrat.

In Bezug auf Frauenbeteiligung seien die Grünen ein Vorteil für alle anderen Parteien, beschloss Weiß die Wahlen. Eine Aussprache schloss sich an.

je

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