Asbrock und Richter folgen auf Berthold Weiß

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Die neuen und alten Vorstände der Grünen: (von links): Rudolf Föhringer, Claudia Wagner, Berthold Weiß, Alexander Asbrock, Ulrike Richter
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Der Kreisverband der Grünen Aalen-Ellwangen vollzieht einen Generationenwechsel im Vorstand.

Ellwangen. Nach 20 Jahren hat Berthold Weiß das Amt des Kreisvorsitzenden der Grünen im östlichen Ostalbkreis niedergelegt. Jetzt ist er bei der Jahreshauptversammlung des Grünen-Kreisverbands in Ellwangen nicht mehr zur Wahl angetreten.

Auch in seiner Abschiedsrede blieb Berthold Weiß seiner pragmatischen Art treu. Sein Dank an alle Weggefährten in den 20 Jahren war herzlich und als der Applaus in standing ovations hochbrandete, wurde der vom gerade noch amtierenden Vorsitzenden nach einer guten Minute beendet.

Die Abschiedsrede war zugleich der Bericht des Kreisvorstandes. Weiß fand freundliche Worte für die beiden nicht erfolgreichen Kandidatinnen und Kandidaten: Alexander Asbrock wurde nicht Landtagsabgeordneter und Margit Stumpp konnte das Bundestagsmandat für Aalen/Heidenheim nicht verteidigen.

Das Beharrungsvermögen in der Bevölkerung sei wohl zu groß gewesen, die Änderungsbereitschaft zu gering, meinte Berthold Weiss. Nun müsse der Kreisverband ohne eigene Abgeordnete in den Parlamenten auskommen. Auch deshalb begrüßte Weiß die Gmünder Landtagsabgeordnete Martina Häusler als Betreuungsabgeordnete im Osten des Ostalbkreises, „in der Diaspora der Grünen“.

Margit Stumpp betonte das Bundestagswahlergebnis für „gut“, teilweise habe man den Stimmenanteil der Grünen verdoppelt, auch die Erststimmen für die Kandidatin seien oft mehr als Zweitstimmen gewesen. Stumpp kündigte an: „Nach der Wahl ist vor der Wahl“, sie werde zum Landesvorstand kandidieren.

In einem sorgfältigen Wahlverfahren wurden der engere Vorstand sowie zehn Beisitzer des Kreisvorstandes bestimmt. In die Doppelspitze wurde Ulrike Richter aus Aalen mit 46 Stimmen gegen zwei Neins gewählt, Alexander Asbrock mit 40 Stimmen gegen fünf Enthaltungen und sechs Gegenstimmen. Claudia Wagner war wie Ulrike Richter bereits Mitglied im engeren Bezirksvorstand und wurde mit 51 Stimmen zur neuen Schatzmeisterin gewählt. Ihr Vorgänger Rudolf Föhringer trat nicht mehr zur Wahl an.

Für die Beisitzerschaft gilt, dass gleich viel Frauen wie Männer zu wählen sind. Neu ist eine weitere Bedingung, die beim Kreisparteitag per Satzungsänderung gesetzt wurde, dass möglichst alle Ortsverbände, die Kreistagsfraktion und relevante Parteigruppierungen im Bezirksvorstand vertreten sein sollen. So wurden gewählt im „Frauenwahlgang“: Steffi Endig (Essingen, 51 Stimmen), Gabriele Ceferino (Waldhausen, 50), Adelinde Pfistner (Oberkochen, 50), Melanie Kraus (Aalen, 45), Ingrid Gottstein (Bopfingen, 43).

Bei den Männern bekam Emanuel Munz von der Grünen Jugend mit 51 Stimmen das beste Ticket in den Kreisvorstand. Des weiteren wurden gewählt: Stefan Schwab (Westhausen, 49 Stimmen), Walter Richtscheid (Neresheim, 47), Reiner Garreis (Aalen, 42), Matthias Wagner (34 Stimmen).

Zu Delegierten zum Landesparteitag wurden gewählt: Alexander Asbrock, Steffi Endig und Ulrike Richter.

Nach gut drei Stunden ging der Bezirksparteitag in der aufgeräumten Ellwanger Stadthalle zu Ende.

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