Audi-Top-Manager hält Alumni-Vortrag am HG

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Manager am HG Foto: privat

Dietmar Scherer referierte am Ellwanger Hariolf-Gymnasium über Transformation im Automobilmarkt.

Ellwangen. Bei einem seiner Alumni-Vorträge begrüßte das Hariolf-Gymnasium am Dr. Dietmar Scherer, der Senior Vice President in der technischen Entwicklung bei der Audi AG ist. In seinem Vortrag mit dem Titel „Transformation der Automobilindustrie – Handlungsfelder am Beispiel der Audi AG“ sprach Scherer über globale Herausforderungen und mögliche Zukunftsperspektiven der Automobilindustrie beim Übergang vom Verbrennungs- zum Elektromotor.

Scherer hatte sein Abitur 1989 am Hariolf-Gymnasium gemacht. Zu Beginn seines Vortrags warf er ein Bild seines Abiturjahrgangs an die Wand und schwelgte in Erinnerungen. Innerhalb des Jahrgangs, so Scherer, herrschte und herrscht sogar heute noch ein sehr enger Zusammenhalt mit regelmäßigen Klassentreffen. Er lobte das HG als eine „besondere und progressive Schule“, erzählte von prägenden Ereignissen aus seiner Schulzeit wie einer Studienfahrt nach Rom oder einem originellen Abistreich: Scherers Jahrgang hatte damals vor dem Lehrerzimmer einen Hühnerstall mit echten Hühnern errichtet. Zum Vortrag kamen auch viele seiner ehemaligen Klassenkameradinnen und -kameraden.

Nach dem Abitur studierte er an der Universität Stuttgart und war zum Auslandsstudium auch in Arizona. Anschließend promovierte Scherer im Bereich Oberflächentechnik und arbeitete dann mehrere Jahre als Unternehmensberater bei McKinsey, bevor ihn sein Weg schließlich zu Audi führte. Den Schülerinnen und Schülern im Publikum riet er, dass sie jede Gelegenheit nutzen sollten, Neues kennenzulernen und verschiedene Perspektiven zu sammeln.

In seinem eigentlichen Vortrag gab der Ingenieur nicht nur einen Einblick in das Arbeiten und die Zukunftsstrategien der Audi AG; er ging auch auf Konkurrenten aus China und den USA ein, weitete die Perspektive und nahm den gesamten globalen Automobilmarkt in den Blick. Immer wieder fiel dabei der Begriff „Transformation“. Scherer konkretisierte, indem er die drei Bereiche nannte, die vom Wandel besonders betroffen seien: hochautomatisiertes Fahren, digitale Vernetzung und CO2-Neutralität. Die Elektrifizierung von Fahrzeugen zog sich zudem wie ein roter Faden durch den Vortrag, passend zu Audis Zielvorgabe, bis 2033 nach und nach die Produktion von Verbrennungsmotoren enden zu lassen.

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