Auf dem Weg in die Klimaneutralität der Stadt

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Die EnBW ODR und die Ellwanger Stadtverwaltung ziehen bei der Vorbereitung der kommunalen Wärmeplanung an einem Strang. Unser Foto zeigt den städtischen Energieberater Olaf Butz, Stadtbaumeisterin Elisabeth Balk, der technische Geschäftsführer der ODR Se

Ellwangen startet mit ODR als Partner in die kommunale Wärmeplanung. Was geplant ist und wie man vorgehen möchte.

Stichwort Kommunale Wärmeplanung

  • Mit der kommunalen Wärmeplanung wird eine Strategie zur klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 entwickelt. Ein kommunaler Wärmeplan ist folglich das zentrale Werkzeug, um auch im Bereich Wärme einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung leisten zu können. Jede Kommune entwickelt dabei ihre ganz individuellen Schritte zur klimaneutralen Wärmeversorgung, so dass die jeweilige Situation vor Ort bestmöglich Berücksichtigung findet.

Der kommunale Wärmeplan ist unser Routenplaner in eine nachhaltige Zukunft.“

Michael Dambacher, Oberbürgermeister

Ellwangen

Mit der Novellierung des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg hat das Land große Kreisstädte wie Ellwangen verpflichtet, bis Ende 2023 einen kommunalen Wärmeplan vorzulegen.

Für die Erstellung des kommunalen Wärmeplans hat sich die Stadt Ellwangen den lokalen Partner und Experten EnBW ODR geholt, um umsetzbare Entwicklungswege zu finden und konkrete Schritte in Richtung Wärmewende zu machen. Zusätzlich nutzt die ODR auch die Kompetenz im Konzern mittels der Schwestergesellschaft RBS wave.

Gestartet wurde die kommunale Wärmeplanung für Ellwangen bereits Ende des vergangenen Jahres. Insgesamt beinhaltet die Wärmeplanung bis zur Wärmewendestrategie vier Schritte:

In der Bestandsanalyse werden der aktuelle Wärmebedarf und –verbrauch und die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen erhoben – und das für das gesamte Stadtgebiet, nicht nur für die städtischen Liegenschaften. So werden Informationen zu den vorhandenen Gebäudetypen und Baualtersklassen, der Versorgungsstruktur aus Gas- und Wärmenetzen, Heizzentralen und Speichern sowie Ermittlung der Beheizungsstruktur der Wohn- und Nichtwohngebäude ermittelt.

Darauf folgt die Potenzialanalyse, bei der die Potenziale zur Einsparung von Heizenergie in den Sektoren Haushalte, Gewerbe-Handel-Dienstleistungen, Industrie und öffentlichen Liegenschaften sowie die lokal verfügbaren erneuerbare Energien und Abwärme erhoben werden.

Im dritten Schritt wird ein Szenario zur Deckung des zukünftigen Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien und Abwärme und zur Erreichung einer klimaneutralen Wärmeversorgung entwickelt. Hierbei wird beschrieben, wie die zukünftige Versorgungsstruktur im Jahr 2040 aussehen soll, welche Gebiete sich für Wärmenetze oder eine Einzelversorgung eignen und wo am besten welche Wärmepotenziale zu nutzen sind.

Abschließend wird eine Wärmewendestrategie beschrieben, welche sich gezielt mit der Umsetzung des kommunalen Wärmeplans befasst. Dabei werden konkrete Maßnahmen mit Umsetzungsprioritäten und Zeitplan definiert, um die erforderliche Energieeinsparung und die Transformation der Energieversorgungsstruktur zu erreichen.

„Der kommunale Wärmeplan ist unser individueller Routenplaner in eine nachhaltige Zukunft“, betont Oberbürgermeister Dambacher. „Jetzt gilt es die Weichen für ein nachhaltiges Ellwangen gemeinsam mit der Bevölkerung und den Unternehmen zu gestalten. Deshalb bitte ich die Ellwanger Unternehmen um tatkräftige Unterstützung.“

In den nächsten Tagen erhalten die Ellwanger Betriebe einen Fragebogen, bei dem das Thema Energie- und Wärmeverbrauch am Firmenstandort selbst erfragt wird. Für eine gute Bestandsanalyse werden die Daten dringend benötigt.

Bis Ende 2023 sollen der Ellwanger Routenplaner für eine nachhaltige Zukunft fertig sein und bereits die ersten konkreten Schritte Richtung Klimaschutz gegangen werden.

Die PV-Stromerzeugung in der Region nimmt zu. Deshalb müssen die Stromnetze ausgebaut werden.

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