Auf ein Bier mit Jérôme Bonaparte

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Betreiben die Schloss-Schenke mit Biergarten seit 2021: (v.l.) Dennis Wiche, Heike und Martin Hald.
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In der Schloss Schenke kann man im Schatten der Kastanienbäume den herrlichen Blick über die Stadt, gutes Bier und gutes Essen genießen.

Ellwangen

Zu den schönsten Biergärten der ganzen Region gehört die Schloss Schenke, die seit 2021 von der Familie Hald betrieben wird. Das Gasthaus hat wie das Ellwanger Schloss eine lange Geschichte, sie reicht bis in das Jahr 1815 zurück. Nach dem Sturz Napoleons waren sein Bruder Jérôme Bonaparte und seine Frau Katharina von Württemberg auf der Flucht. Vom 16. September 1815 bis zum 7. August 1816 bewohnte Jerome mit seiner Familie als "Gefangener" des Schwiegervaters, König Friedrich von Württemberg, die Schlossräume in Ellwangen. Für das große Gefolge wurde das Gebäude der heutigen Schloss-Schenke als Schankstätte vor den Mauern des Schlosses errichtet.

Heute schätzen viele Touristen und die Einheimischen diese Wirtschaft, zum Einkehren nach einer kleinen Wanderung im Naturschutzgebiet Schlossweiher oder nach einem Besuch des Schlosses. Dann sitzt man unter Kastanien, in stilvoll gestaltetem Ambiente und genießt die Biere der Rotochsen-Brauerei sowie die hervorragende Küche von Dennis Wiche. Als Küchenchef will er beweisen, dass die schwäbische Küche, auch die einfache,  „richtig cool“ sein kann: „Das Vesper ist ein kulinarisches Gut, das bei uns eine so lange Tradition hat. Wir wollen das kultivieren", sagte er zur Eröffnung des Lokals.

Seine Karte umfasst neben Biergarten-Klassikern wie dem Wurstsalat in verschiedenen Variationen, Kässpätzle, Maultaschen oder Schnitzel mit Pommes auch eher Ungewöhnliches wie eine große Terrine Saure Kutteln oder den Sauren Schwartenmagen mit Essig und Zwiebeln. Man findet vegetarische und vegane Gerichte, zum Beispiel das vegane Wirtshaus-Chilli, erlesen Fleischgerichte, das Schloss-Schenke-Pfännle, den ofenfrischen Schmorbraten mit Spätzle und vieles andere. Alles eigentlich klassische Gerichte, denen Wiche einen Dreh zu einer jungen und schwungvollen Küche gibt.

Das Rotochsen-Export wird im 0,5-Liter Steinkrug oder im 1-Liter Glaskrug ausgeschenkt, natürlich bekommt man auch Pils, Weizenbiere und alkoholfreies Bier. Für Weintrinker gibt es Württemberger aus dem Leingarten, vom Weingut Christian Hirsch und edle Brände aus eigener Herstellung und von der Brennerei Zwick.

Für die Kaffeerunde gibt es Spezialitäten und eine Auswahl an Kuchen.

Regionalität steht für die Familie Hald ganz oben, die Produkte, die über den Tresen gehen, sollen keine weiten Wege hinter sich haben, damit sie frisch sind und nachhaltig sind. Für diese Wirtschaftsweise wurde die Schloss-Schenke auch bereits mit den "Drei Löwen", dem Regionalitätssiegel des Landes ausgezeichnet.

Über den Winter, von Dezember bis Mitte April, ist der Biergarten geschlossen, die Schloss-Schenke kann man in dieser Zeit für private Feiern buchen.

Info: Besonders beliebt ist der Wurstsalat nach Schloss-Schenke-Art mit Schinkenwurst, Käse und Bauernbrot (9,90 Euro). Das teuerste Gericht ist der schwäbische Zwiebelrostbraten mit Spätzle und Maultäschle (22,90 Euro), das günstigste Hauptgericht ist das Sülzle vom Schweinehäxle für 9,90 Euro. Die Schloss-Schenke bietet 120 Sitzplätze im Freien. Geöffnet ist Montag bis Freitag (Dienstag Ruhetag) ab 16 Uhr, Samstag ab 15 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr.

In der Schloss Schenke kann man im Schatten der Kastanienbäume den herrlichen Blick über die Stadt, gutes Bier und gutes Essen genießen.

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