Baden nein, Tretboot erlaubt

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Ob der Bucher Stausee an Christi Himmelfahrt auch so ruhig bleiben wird, darf bezweifelt werden. Auch wenn Vatertagstouren erlaubt sind, gelten immer noch die Hygienevorschriften. Daher: bitte vernünftig bleiben. Archivfoto: opo/dat
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Wer am Vatertag mit Bollerwagen, Bier und Freunden losziehen will, muss einiges beachten. Am Bucher Stausee bleiben Grillstellen gesperrt.

Ellwangen/Virngrund

Ganz so problemlos wie in den Jahren zuvor wird es für die Vatertagswanderer in diesem Jahr nicht werden. Andererseits werden bis Christi Himmelfahrt die jüngsten Lockerungen der Seuchenschutzverordnungen greifen.

Gaststätten und Biergärten haben wieder geöffnet. Und es ist zu erwarten, dass die Menschen nach wochenlanger Beschränkung die neuen Freiheiten ausgiebig nutzen werden. Und das sollen sie auch. Ganz zuhause bleiben wie es am 1. Mai die meisten hielten, muss nämlich niemand.

Das geht jedenfalls aus einer Umfrage der SchwäPo bei Polizei und Ordnungsämtern hervor.

Das Wetter

Das Wetter wird bombig. Sonne und Temperaturen bis 23 Grad versprechen echte Sommergefühle. Wer also mit Freunden ins Grüne wandern will, hat gute Voraussetzungen, sofern er die Auflagen der Coronaschutzverordnung beachtet. Und das bedeutet: Abstand halten auch am Bollerwagen. Die Mitglieder maximal zweier Haushalte dürfen sich näher als 1,5 Meter kommen.Im Zweifelsfall sollte man die Getränke eben so verteilen, dass man gesetzestreu bleibt.

Dr. Anselm Grupp, Pressesprecher der Stadt Ellwangen, teilt mit, dass die Stadt keine privaten Sicherheitsleute beauftragt hat, um die Abstandsregeln, etwa in der Fußgängerzone einzuhalten. Man habe die letzten Tage bei Kontrollen festgestellt, dass die Bürger trotz Lockerungen verantwortungsvoll bleiben. Man gehe davon aus, dass das auch auf Maiwanderer zutrifft.

Das Wandern

Zwei Haushalte dürfen gemeinsam wandern, das sagt auch die Polizei. "Der Vatertag ist für uns wie ein gewöhnlicher Sonntag. Wir werden unterwegs sein, auch Präsenz zeigen an erfahrungsgemäß beliebten Treffpunkten, und natürlich schauen wir auch darauf dass die geltenden Auflagen der Coronaverordnung eingehalten werden", sagt Pressesprecher Holger Bienert vom Polizeipräsidium Aalen.

Allerdings ist die Durchsetzung der Coronaverordnung in erster Linie Sache der Kommunen. Die Polizei im Ostalbkreis wird schon seit Wochen immer von Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz unterstützt. Gut möglich, dass auch am Himmelfahrtstag Verstärkung da ist. Bienert: "Das kann ich nicht sicher sagen, weil diese Unterstützungskräfte kurzfristig verteilt werden."

Auch wenn die Polizei nicht gezielt nach Vatertagswanderern Ausschau hält, wenn die Streifen Verstöße gegen die Coronaverordnung beobachten, wird sie auch einschreiten. Denn nach wie vor sollte man den Virus ernst nehmen und wenn eines bestimmt niemand will, dann ist das ein neuer Ausbruch, der neue Auflagen zur Folge hätte. Bienert: "Abstand halten muss auch im Interesse der Maiwanderer sein. Es geht auch um deren Gesundheit."

Wir werden unterwegs sein und Präsenz zeigen.

Holger Bienert Polizeipressesprecher Aalen

Christoph Konle, Bürgermeister von Rainau, hat sich schon im Vorfeld mit der Polizei abgesprochen, wie der beliebteste Sammelpunkt im Raum Aalen/Ellwangen, der Bucher Stausee, vorzubereiten ist.

Das Grillen

Grillen bleibt verboten, zumindest am Stausee Buch. "Wir haben die Grillstellen gesperrt, auch die Spielplätze und den Strand. Baden ist ohnehin noch verboten", sagt Konle, der nicht möchte, dass der Stauseebereich zur Virenschleuder wird.

Aber die Leute dürfen kommen, beide Kiosks sind geöffnet. Das Kulturzentrum mit Außen- und Innenbestuhlung, Kiosk 2 mit Essen und Trinken zum Mitnehmen.

Die jeweiligen Gastronomen sorgen vor Ort für die Umsetzung der entsprechenden Auflagen. Man darf sogar Tretboot fahren und auch Standup-Padeling ist erlaubt.

"Wenn dabei einer ins Wasser fällt, darf er auch wieder ans Ufer schwimmen", schmunzelt Konle, der sich seiner Verantwortung bewusst ist und auch an die Verantwortung der Besucher appelliert: "Letztlich hat doch jeder größtes Interesse daran, dass die Beschränkungen bald aufgehoben werden können. Ich jedenfalls liebe die Freiheit und hoffe, dass unsere Grundrechte möglichst bald wieder ohne Einschränkung gelten. Dafür müssen wir jetzt eben noch zwei Wochen durchhalten."

Die Natur

Die Natur sollte im Mittelpunkt stehen, nicht der Alkohol: Christoph Konle hofft, dass auch die jungen Besucher vernünftig bleiben und zivilisiert. Alkoholbedingte Exzesse, Müllablagerungen oder gar Vandalismus sollte es nicht geben.

Das Areal am Stausee wurde mit viel Geld aufgewertet. Dass hier nichts mutwillig ruiniert wird, darauf werden unter anderem die Seewärter ein Auge haben.

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