„Barockstadt“: Leitthema für 2026?

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Die Kreuzung bei AOK und Parkpalette: Hier sollen die Besucher der Landesgartenschau mit dem Shuttlebus ankommen und Lust bekommen auf die Stadt. Deswegen möchte PRO Ellwangen, dass dieser Bereich schön und einladend gestaltet wird.

Wie der Verein Besucher der Landesgartenschau nicht nur mit Blumen locken will: Die Stadt soll eine eigene Geschichte bekommen - und ein „richtig tolles Entrée“.

Ellwangen

Wir würden uns wünschen, dass wir die Besucher der Landesgartenschau schon auf Höhe Parkpalette abfangen können und in die Stadt bekommen.“ Dieser Satz von Karl Bux im Pressegespräch in den Räumen von Stade Optik mag etwas seltsam anmuten. Aber die vierköpfige Vorstandschaft des Vereins Pro Ellwangen - neben Bux Angelika Bopp-Seitzer, Xaver-Franz Weber und Thomas Markus - hat ein klares, gutes Ziel: die Stadt von der Landesgartenschau (LGS) möglichst stark profitieren zu lassen. Dazu hat sie drei Ideen entwickelt und am Mittwoch vorgestellt.

Die Landesgartenschau ist ein großes Thema für die Stadt und natürlich auch für die aktiven Denker und Planer von PRO Ellwangen. Viel auswärtiges Publikum wird - hoffentlich! - wegen der Gartenschau in die Virngrundstadt kommen. So eine Chance will genutzt werden. Und dann soll nicht nur die LGS, sondern auch die Stadt selbst die Gäste so empfangen: einladend, sympathisch, einfach schön. Damit die Gartenschaubesucher nicht nur Lust auf Blumen und Co bekommen, sondern auch auf die Innenstadt. Aufs Bummeln, Shoppen, Essengehen. Im besten Fall aufs Wiederkommen.

Die erste Maßnahme, die Lust machen soll auf Ellwangen, sei eine „richtig schöne Gestaltung“ beim östlichen Zugang zur Innenstadt. Also der Bereich der sogenannten AOK-Kreuzung. Auf Höhe der Parkpalette, an der Bushaltestelle Schloßvorstadt, könnte der Haltepunkt für die Shuttlebusse sein, die die Besucher in die Stadt bringen. Dort, an dieser Ankunftsstelle, möchten es die Mitglieder von Pro Ellwangen so richtig schön machen. Bux: „Wie wenn jemand einen tollen Garten hat, der dann neugierig macht auf den Rest.“

Der zweite Bereich, der wichtig sei, um die Gartenschaubesucher neugierig auf die Innenstadt zu machen, ist der westliche Zugang. „Der Brückenpark muss so gestaltet sein, muss so eine hohe Aufenthaltsqualität haben, dass die Besucher Lust kriegen, auch in die Stadt zu gehen“, erklärt Bux.

Die dritte große Idee der Pro Ellwangen-Macher ist, auch eine Ellwanger Geschichte zu erzählen. So wie es die „Gmünder“ bei ihrer Landesgartenschau mit der Staufersaga damals taten. „Die Idee hat funktioniert, da darf man auch mal abkupfern“, schmunzelt Karl Bux. In Schwäbisch Gmünd sei es gelungen, bei diesem Projekt sehr viele Bürger mit einzubinden. Genau das wünscht sich Bux für sein Ellwangen auch.

Das Oberthema, das sich die Mitglieder von Pro Ellwangen überlegt haben, ist „Ellwangen als Barockstadt“. Da sei viel Platz, dass sich Bürgergarde, Vereine, Unternehmen, Institutionen einbringen und Ideen dafür entwickeln. „Rund um die Ära der Fürstpröpste oder das Schloss lässt sich sicherlich eine Geschichte stricken“, ist Vorstandsmitglied Thomas Markus zuversichtlich, dass Ellwangen eine eigene Erfolgs-Geschichte bekommt. Ohne Staufer. Dafür mit viel Barock. „Da kommen sicherlich Themen hoch, die für Handel und Gastronomie verwertbar sind. Richtig Gas geben will der Verein noch nicht. Die Landesgartenschau sei ja erst 2026. „Wenn wir zu früh beginnen, verpufft die Euphorie.“

„Da darf man auch mal abkupfern.“

Karl Bux Verein Pro Ellwangen
  • Ein Kreisel wäre wichtig
  • Die Stadtverwaltung hat schon länger für die AOK-Kreuzung einen Kreisel geplant. Der würde sicherlich Gestaltungsmöglichkeiten bieten, um Bux' Vorstellung eines sehr ansprechenden, schönen Bereiches umsetzen zu können. Doch bisher ist der Kreisel noch nicht beschlossen. Da gilt es abzuwarten, wie der Gemeinderat entscheidet. Schließlich muss gespart werden, wie Olaf Thielke vom Kultur- und Presseamt sagt. „Durch die Landesgartenschau ist die Stadt finanziell doch ziemlich belastet.“ Da müsse jedes weitere Projekt gut abgewogen sein. „Das Thema Kreisel ist seit Längerem im Gespräch, ist aber aus Haushaltsgründen immer wieder verschoben worden.“ In der letzten Klausurtagung stand er nun wieder auf dem Plan und ist Teil der aktuelle Haushaltsberatungen. Im Herbst wird sich der Gemeinderat des Themas annehmen.pe
Die Kreuzung bei AOK und Parkpalette: Hier sollen die Besucher der Landesgartenschau mit dem Shuttlebus ankommen und Lust bekommen auf die Stadt. Deswegen möchte PRO Ellwangen, dass dieser Bereich schön und einladend gestaltet wird.

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