Biber: neues Zuhause für den Übergang

Als Vorabmaßnahme zur geplanten Jagstabsenkung wird ein Biberersatzbau gesetzt.

Ellwangen. Die Landesgartenschau 2026 wird in Ellwangen in diesem Herbst schon sichtbar, weil vorbereitende Bauarbeiten im Bereich Schießwasen durch das Tiefbauamt und die Stadtwerke anlaufen. Und weil der Naturschutz frühzeitig berücksichtigt wird: Für die Biberpopulation, die im Bereich des Campingplatzes eine Burg bewohnt, wird kommende Woche ein künstlicher Ersatzbau gesetzt. Deshalb wird ab Sonntag der Jagstpegel sukzessive abgesenkt – wenn das Wetter mitspielt.

Die Ausführung ist nur möglich, wenn es nicht zu viel regnet. Dann werden unter Begleitung des Landesbetriebs Gewässer sowie der Biberexperten des Regierungspräsidiums und des Landratsamts der Biberersatzbau von Montag bis Donnerstag eingebaut. Zudem wird eine Vertiefung der Jagstsohle als Verbindung zum aktuellen Bau geschaffen, um den Bibern trotz Abstau einen wasserführenden Zugang zu ermöglichen. Bei diesen Arbeiten müssen im Uferbereich auch einige Bäume und Büsche entnommen werden. Insgesamt werden bis zur Landesgartenschau rund 1000 neue Bäume gepflanzt werden.

Ab Donnerstag soll die Jagst dann wieder aufgestaut werden. Darüber informiert die Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH. Ziel der Vorabmaßnahme sei, den Bibern während der anstehenden Bauzeit eine Ausweichmöglichkeit zu bieten. Diese und weitere Vorabmaßnahmen sind im Rahmen von Gutachten und Auflagen der Behörden im Zuge des wasserrechtlichen Genehmigungsverfahrens klar definiert und werden entsprechend umgesetzt.

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