Coole Musik und große Gefühle in der Theatersenke

+
Große Stimme und Texte mit viel Gefühl: „Salma“ von „Salma mit Sahne“ brachte beim Luftschlossfestival Folkklänge und deutsche Popsongs zusammen.

Beim vierten Luftschlossfestival erlebten 200 Menschen ein herrliches Open Air-Konzert mit tollen Bands.

Ellwangen. Das vierte Luftschlossfestival war ein Kompromiss, der Pandemie geschuldet: statt große Musikparty und tanzenden Massen war ein kleiner Rahmen unter freiem Himmel mit Abstand, Masken und Picknickdecken gewählt worden. Knapp 200 Tickets hatten die Organisatoren verkauft, an Gruppen, die sich gut verteilt auf Picknickdecken niederlassen konnten. Das Essen musste man selbst mitbringen. Man wollte auf gar keinen Fall das Luftschloss zu einem Super-Spreading-Event werden lassen, weshalb auch nur Getestete, Genesene und Geimpfte eingelassen wurden.

Lokalmatadoren zum Auftakt

Von der Bastion war man in die Theatersenke umgezogen, weil hier alle gute Sicht auf die Bühne hatten. Zum Auftakt spielten „Lilak“, die junge Band um Sänger Tim Hunke, die mit viel Spielfreude ihre feinen Popsongs und jede Menge gute Laune verstreuten. Im Duett mit Rapper Peter Hahn geht Lilak stark in Richtung Hiphop a la „Cro“. Mit der Musik haben sich die jungen Ellwanger bereits einen Fankreis erspielt.

Während es allmählich dunkel wurde über dem „Luftschloss“, verbreitete die Sängerin und Gitarristin Salma Flosse mit einer kräftigen Stimme und Pop- und Folkklängen neue Musik. Mit Lennart Scheuren (bass), Mathieu Bech (drums) und Lisa Jeck (Gesang, Akkordeon, Glockenspiel) ließ sie als „Salma mit Sahne“ in ihren Texten den großen Gefühlen viel Raum: „Spring einfach in den Strom des Lebens, um dahinzufließen und dein Leben zu genießen.“ Die Songs blieben ruhig, waren mehr zum Zuhören als zum Abtanzen.

Der Deutschrapper MC Smook ist beim Luftschloss ein bekanntes Gesicht. Mit seinem chilligen Hip-Hop war er der Star der Sommernacht. Sein Sound ist gefällig, seine Texte wechseln zwischen Spaß und Gesellschaftskritik: „Die Wut im Bauch ist mein Motor“.

Die Closing-DJs „8 Moss“ und „Benji Bizzle“ machten dann richtig Party und die Musik konnte man auch unten in der Stadt noch ganz gut hören, bis gegen zwei Uhr morgens dann alles vorbei war.

Fazit: Eine wichtige Initiative von jungen Leuten aus Ellwangen, die vom Kulturamt unterstützt wird und all jene Lügen straft, die immer sagen: „In Ellwangen gibt es für die Jugend nichts.“ Gerhard Königer

Zurück zur Übersicht: Stadt Ellwangen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare