Das neue JuZe wird kein Kindergarten

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Heftige Debatte um den Planungsauftrag für den Treffpunkt BW und die Folgenutzung.

Ellwangen. Das Land Baden-Württemberg ist Mitveranstalter der Landesgartenschau und benötigt deshalb für die Dauer der Ausstellung eigene Räumlichkeiten. Der "Treffpunkt BW" mit einer Nutzfläche von 640 Quadratmetern wird als Neubau am Brückenpark erstellt. Das derzeitige Jugendzentrum wird dafür abgerissen und soll nach der LGS in das neue Gebäude einziehen.

Diesen Stand der Planung versuchten mehrere Gemeinderatsmitglieder zu untergraben, als es darum ging, den Realisierungswettbewerb zu beschließen. CDU-Fraktionssprecher Armin Burger regte an, die Nachnutzung des Gebäudes noch nicht festzulegen. Das JuZe müsse ja nicht unbedingt an der Stelle sein. Regina Gloning (CDU) meinte, man könnte in dem Neubau mehr Bereiche unterbringen. Ein Neubau für die Ellwanger Jugendlichen könnte außerdem der Jugend in den Teilorten sauer aufstoßen, für die weniger investiert werde.

Hans-Peter Krämer (FW-FBE) regte gar eine Kombi-Nutzung an: tagsüber Kindergarten, Geschäftsstelle für Vereine oder Senioren und Abends die Jugendlichen.

Berthold Weiß und Johannes Boecker (beide Grüne) empörten sich über diesen Versuch, bereits getroffene Entscheidungen wieder in Frage zu stellen. Oberbürgermeister Michael Dambacher sprang ihnen bei: "Wir haben im Vorfeld Gespräche mit den Jugendlichen geführt, Erwartungen geweckt, die Nachnutzung war klar, das Raumprogramm ist im Wesentlichen schon definiert. Wir sind nicht mehr im Bereich der Wünsche." Das Jugendzentrum sei im Übrigen eine Einrichtung auch für die Teilorte und werde hoffentlich auch von deren Jugend genutzt.

Am Ende fiel der Beschluss einstimmig, die Architektenleistungen für den Treffpunkt mit der geplanten Nachnutzung als Jugend- und Kulturzentrum auszuschreiben. Vorgesehen ist ein verhandlungsverfahren mit offenem Planungswettbewerb.

Weitere Entscheidungen zur Landesgartenschau

Um den Aufsichtsrat der LGS GmbH nicht zu einem reinen Männergremium zu machen, gibt Berthold Weiß sein Amt mit Wirkung zum 31. März an Claudia Wagner weiter.

Für die Prüfung des Jahresabschlusses 2020 bis 2021 hat die Verwaltung die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly vorgeschlagen. Das Untermehmen hat in den vergangenen Jahren auch die Abschlüsse der Stadtwerke GmbH vor- und nachbereitet. Beide Entscheidungen fielen einstimmig.

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