Den Frieden aktiv mitgestalten

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Pater Reinhold Baumann (im Bild) gestaltete gemeinsam mit der Prädikantin Gabriele Fiedler den Gottesdienst zum Auftakt der Ökumenischen Friedensdekade in der Basilika.
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Die Ökumenische Friedensdekade feiert ihre Eröffnung mit einem Gottesdienst in der Basilika. Welche Themen die Predigten anschnitten.

Ellwangen

Den Frieden in der Welt, Gerechtigkeit, Hunger und Leid thematisierte der Ökumenische Gottesdienst, der in der Basilika die Ökumenische Friedensdekade einläutete. Die Botschaft lautete: Jeder kann etwas tun für den Frieden und sich einbringen.

Zeitgleich mit der Eröffnung der diesjährigen Friedensdekade öffnete die Vesperkirche ihre Pforten. Prädikantin Gabriele Fiedler, gestaltete gemeinsam mit Pater Reinhold Baumann den Gottesdienst und animierte die Besucher von dem Angebot Gebrauch zu machen.

„Treten Sie ruhig mit anderen bei der Vesperkirche in Dialog und lassen sich ein auf den anderen. Es ist wichtig auch an die zu denken, denen es nicht so gut geht.“ Pater Reinhold Baumann ergänzte: „Der Frieden bedeutet mehr als ungestört in einer Wohlstandgesellschaft zu leben. Aufeinander zu gehen und nicht die Augen verschließen vor den Nöten der anderen Menschen ist wichtig.“

Gabi Fiedler ging in ihrer Predigt auf die Seligpreisungen ein. „Selig sind die, die Leiden und Mitleiden und die, die sich um Ausgegrenzte, die Schwachen und Hilflosen kümmern. Es gibt aber nicht wenige, die sich für den Frieden einsetzen und deswegen gefährlich leben, die wegen ihrer Gesinnung verfolgt werden und im Gefängnis landen.“ Ihnen gelte ganz besondere Achtung. Gabi Fiedler ermunterte: „Lassen Sie sich ein auf die Seligpreisungen und vertrauen Sie darauf was Gott sagt. Selig sind die Leidtragenden, denn sie sollen getröstet werden.“

Gerechtigkeit bedeute auch die Achtung und die Wertschätzung gegenüber den Mitmenschen. Selig sind die Barmherzigen, die sich um Flüchtlinge kümmern und die die in der Vesperkirche tätig sind, so Fiedler. Selig sind diejenigen, die sich als Friedensstifter um Versöhnung bemühen und dafür eintreten. „Denn jeder von uns kann etwas für den Frieden tun und sei es nur im Kleinen.“ Beispielhaft trete die Mahnwache, deren Mitglieder sich samstags am Fuchseck treffen, für den Frieden ein. „Sie tun dafür aktiv etwas, mahnen und ächten Krieg und Gewalt. Jeder kann sich daran beteiligen.“ Seligpreisungen nähren am Ende die Sehnsucht bei uns nach dem Paradies, schloss Gabi Fiedler ihre Predigt.

„Der Frieden bedeutet mehr, als ungestört in einer Wohlstandgesellschaft zu leben.“

Reinhold Baumann, Pater
  • Über die Tradition der Friedensdekade
  • Im Jahr 2000 fand die bundesweite Eröffnung der Friedensdekade mit einem ökumenischen Gottesdienst in Ellwangen statt.
  • Geboren wurde die Friedensdekade in den Niederlanden. In West- und in Ostdeutschland wurde die Idee dann 1980 gleichzeitig aufgenommen.
  • Inzwischen ist der Weltfriede, in ökumenischer Breite, zu einem herbstlichen Schwerpunkt im Kirchenjahr geworden: Ideen zu den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung haben seither wesentlich zur Vertiefung des christlichen Friedenszeugnisses und zur Willensbildung in Gemeinden und Kirchen beigetragen.

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