Der Bedarf an Blutkonserven ist sprunghaft angestiegen

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Ellwanger Blutspender wurden im Palais Adelmann ausgezeichnet.
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DRK Ortsverein Ellwangen ehrt zahlreiche verdiente Blutspenderinnen und -spender und sucht dringend nach neuen.

Ellwangen

Trotz Pandemie und zusätzlichen Einsätzen bei Coronatest- und -impfaktionen hat das DRK Ellwangen im vergangenen Jahr sechs Blutspendetermine organisiert. Dabei wurden von 1350 Spenderinnen und Spendern 1286 Blutkonserven genommen. Allerdings kamen lediglich 76 Erstspender, was einer Quote von 5,9  Prozent entspricht.

„Wir hatten auch schon 10 Prozent Erstspender“, sagt die Ortsvereinsvorsitzende Petra Apelt bei der Blutspenderehrung im Palais Adelmann.

23 Frauen und Männer wurden ausgezeichnet, weil sie bereits zwischen 10 und 125-mal Blut gespendet haben. Sie gehören zu den 3 Prozent der Bevölkerung, die Blut spenden, für die 97 Prozent, die darauf vertrauen, dass immer Blutkonserven da sind, wenn man sie benötigt.

Operationen werden nachgeholt

Aktuell ist der Bedarf an Blutkonserven sprunghaft gestiegen, weil viele Kliniken Operationen nachholen, die während der Pandemie verschoben wurden“, erklärt Apelt die aktuell schwierige Situation.

„Blutspender sind Lebensretter“ stellt sie fest. Sie zeigten Verantwortung und leisteten einen überaus wertvollen Dienst für die Gesellschaft, weil man Blut nicht künstlich herstellen kann, aber bei vielen Behandlungen und in Notfällen darauf angewiesen ist.

Für Blutspender ist der Zeitaufwand überschaubar, je nach Andrang dauert die Abnahme einer Konserve, 0,5 Liter, eine halbe bis dreiviertel Stunde. „Für den, der es braucht, ist es eine Entscheidung auf Leben und Tod“, sagt die Vorsitzende des Ortsvereins und dankt den Männern und Frauen, die regelmäßig zum Blutspenden kommen.

Oberbürgermeister Michael Dambacher unterstützt die Bemühungen des DRK Ortsvereins nach Kräften. Dass die Blutspender im Palais Adelmann mit einem Empfang ausgezeichnet werden, ist seit Jahren schöner Brauch. Und dass der DRK Ortsverein die Blutspendeaktionen in öffentlichen Gebäuden durchführen kann, meist in der Eugen-Bolz-Realschule, unterstreicht das Entgegenkommen der Stadt. Der Oberbürgermeister weiß, was er an den Blaulichtorganisationen hat. Ausdrücklich dankt er den Vertreterinnen und Vertretern des DRK Ellwangen und des Malteser Ortsvereins für ihren Einsatz während der Pandemie. Dass neben den Coronaaktivitäten auch noch Blutspendeaktionen durchgeführt wurden, könne man nicht hoch genug schätzen.

Dann wurden die einzelnen Blutspenderinnen und Blutspender mit Urkunde, Ehrennadel und Geschenken ausgezeichnet.

Für 10 Blutspenden: Jonas Berhalter, Franziska Götz, Ulrike Hald, Bianca Legner, Benjamin Leidenberger, Claudia Strehle, Jürgen Oberdorfer, Nina Hauber, Daniel Winkler.

Für 25 Blutspenden: Tobias Beck, Kerstin Bühler, Andreas Grieser, Rainer Kohnle, Simone Kolb, Siegfried Ohrnberger, Nina Schaff, Theresia Thalheimer, Nadine Riek.

Für 50 Blutspenden: Theo Jaumann, Peter Leonhard, Stephan Meßmer, Elisabeth Mettmann, Patricia Oswald, Stefan Brenner.

Für 75 Blutspenden: Karl Baumann, Rita Feil, Monika Rettenmeier, Wolfgang Maier.

Für 125 Blutspenden: Hans Georg Weber, Peter Müller.

Info: Das DRK Ellwangen bietet in diesem Jahr noch vier Blutspendetermine an, am 8. Juni, 3. August, 5. Oktober und 7. Dezember.

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