Der Mann und die Bluesharp

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Der Ellwanger Autodidakt Klaus Momper beschert den Gästen einen abwechslungsreichen Abend.

Klaus Momper spielt im Palais Adelmann für den guten Zweck.

Ellwangen. "Tue Gutes und singe dafür" – so könnte das Motto gelautet haben, mit dem der Ellwanger Klaus Momper am Samstagabend vor geladenen Gästen zu zweieinhalb Stunden musikalischer Unterhaltung lud. Der Erlös des Konzertes ging wie schon etliche Male davor an die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Kinderkrebshilfe.

Blockflöte, Gitarre, Klavier

Das erste Musikinstrument – die Blockflöte – ließ er noch im kindlichen Alter vom Hund schreddern und nahm seine musikalische Laufbahn nach der Familienphase vor 20 Jahren in Eigenregie wieder auf. Die musikalische Weiterentwicklung über Gitarre, Klavier, Bluesharp – eine Mundharmonika mit Gestell – bescherte den rund 50 Gästen im Vortragssaal des Palais Adelmann einen abwechslungsreichen Genuss mit Gesang, Gitarrenklängen, Klavier-Medley, launigen Zwischentönen und Anekdoten aus seinem Leben.

Hörenswert und sozialkritisch

Aus seinem Lebensweg und Eigenerfahrung mit Krankheit waren die Musikstücke wohl ausgesucht, oft sozialkritisch und absolut hörenswert. Seine Affinität zu deutschen und österreichischen Liedermachern folgend, konnte man mehrmals Lieder von Marius Müller Westernhagen bis Peter Ratzenbeck genießen.

Nach einer überstandenen Krebskrankheit kann der Künstler heute sagen: "Das Leben ist schön und es wert, es jeden Tag zu genießen."

Nicht nur musikalisch hat er große Sprünge gemacht, sondern sich auch das Arrangieren von Stücken beigebracht. Dies zeigte er den Zuhörerinnen und Zuhörern mit dem instrumental vorgetragenen Corona-Song.

Vergnügen machte das dreiteilige Konzert nicht nur den Zuhörern, sondern auch dem Musiker, der von Song zu Song seine Nervosität ablegte. Zu gerne hätte man bei Louis Armstrongs "Wonderful World" mehr als nur mit dem Fuß mit gewippt, die Corona-Auflagen erlaubten Begeisterung nur innerlich.

Zylinder geht um

Für die Deutsche Krebshilfe füllten die Gäste den schwarzen Zylinder gerne mit Scheinen und dankten so für den abwechslungsreichen kurzweiligen Abend.

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