Der Schießwasen wird zur Großbaustelle und ab Montag, 30. Januar, gesperrt

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Der Schießwasen verliert seine Funktion als Großparkplatz. Ab Montag wird er Großbaustelle und im Zuge der Landesgartenschau zu einem Stadtpark umgestaltet.
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Die kostenlosen innenstadtnahen Parkmöglichkeiten werden ab Montag stark eingeschränkt sein, wenn der Bauzaun um die Großbaustelle Landesgartenschau geschlossen wird.

Ellwangen

Seit voriger Woche verändert sich die Situation auf dem Gelände der Landesgartenschau 2026 ganz massiv. Unverkennbar werden Schießwasen und Jagstaue zur Großbaustelle. Daran werde man sich wohl oder übel gewöhnen müssen, sagt Stefan Powolny, Geschäftsführer der LGS GmbH. Man müsse sich aber immer vor Augen halten, was auf dem Areal entstehen wird. „Wenn jemand bauen will und die Bagger rollen an, dann ärgert er sich ja auch nicht über die Baugrube, sondern freut sich auf das neue Haus“, sagt er.  Analog dazu sollte man sich immer vor Augen halten, was das Ziel der LGS ist: Schießwasen und Jagstaue in einen großen naturnahen Stadtpark zu verwandeln.

Vorige Woche waren unterbrochene Rad- und Fußwegverbindungen sowie die Baumfällungen Thema. Ab Montag wird das Thema Parkplätze akut. Denn am 30. Januar wird der Schießwasen, den viele Pendler als innenstadtnahen kostenlosen Parkplatz nutzen, mit einem Bauzaun abgesperrt. Hinzu kommt: auch der frühere Baubetriebshof am Mühlgraben, wohin bislang viele ausgewichen sind, fällt als Parkplatz weg. Hier wird der Untergrund für den Brückenpark und den Bau des Treffpunkt BW, später JuZe vorbereitet.

Was das bedeutet, erklärt Andreas Jungkunst, Projektsteuerer der LGS GmbH: „Am Schießwasen fallen viele Stellplätze für mehrere Jahre weg.“ Erst wenn die Dauerparkplätze entlang der Rotenbacher Straße hergestellt sind, wird sich die Situation entspannen. Bis dahin werde direkt beim Wellenbad eine Parkfläche für 300 Autos zur Verfügung stehen. Pendler, die dort ihre Fahrzeuge abstellen, müssen allerdings einen längeren Fußmarsch entlang der Rotenbacher Straße in die Innenstadt akzeptieren.

„An Werktagen müssten diese 300 Parkplätze ausreichen“, meint Thomas Steidle, Leiter des städtischen Ordnungsamts, der Parkkonzept und Umleitungsstrecken mit den Baufirmen und der Polizei besprochen hat. Ohne Beeinträchtigung kann die Jagstinsel beparkt werden. Schwierig dürfte es allerdings werden, wenn in der Stadt Großveranstaltungen sind. Fasnachtsumzug, verkaufsoffener Sonntag, Heimattage und andere Feste mit vielen auswärtigen Gästen werden improvisierte Parkflächen nötig machen. Wo die sein könnten, müsse für jedes Ereignis neu überlegt werden, sagt Steidle. Die Parkfläche beim Wellenbad werde auch für kleinere Veranstaltungen, Altpapiersammlungen und als Stellplatz für Busse freigegeben.

Entspannen dürfte sich die Situation, wenn Ende März der künftige Brückenpark befestigt ist. Ein Jahr lang können dann hier zusätzlich rund 200 Fahrzeuge parken. Die Bepflanzung beginnt nämlich erst 2024.

„Es war allen klar, dass die Vorbereitung der Landesgartenschau zu Einschränkungen führen wird“, sagt Oberbürgermeister Michael Dambacher. „Der Kalte Markt am gewohnten Platz führt nun dazu, dass vieles geballt kommt.“ Dambacher wirbt um gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis und Powolny regt an, für wen das möglich sei, der solle doch bitte auf öffentlichen Personennahverkehr oder das Fahrrad umsteigen.

Info: Aktuelle Informationen zu Sperrungen und Umleitungen bis zur Landesgartenschau sollen unter www.ellwangen.de auf einen Blick einsehbar sein.

Innenstadtnahe Parkflächen in Ellwangen

Kostenfreie Stellplätze:

Wellenbad (300 bis 2025)

Alter Baubetriebshof (200 ab März bis 2023)

Inselparkplatz

Wolfgangskirche

Aalener Straße

Am Stelzenbach

Stellplätze kostenpflichtig:

Hauptbahnhof

Parkhaus Tegut

Sebastiansgraben

Priestertörle

Philipp Jeningen-Platz

Marktplatz

Schöner Graben

Amtsgericht

Der Platz des früheren Baubetriebshof wird zum Brückenpark mit Sportflächen und einem Baumhain umgebaut. Auch hier fallen Parkflächen weg.
Blick in die Jagstaue beim Stauwehr: Das Gelände wird ab Montag weitläufig mit einem Bauzaun abgesperrt. Die Brücken über die Jagst können dann nicht mehr genutzt werden.
Blick in die Jagstaue beim Stauwehr: Das Gelände wird ab Montag weitläufig mit einem Bauzaun abgesperrt. Die Brücken über die Jagst können dann nicht mehr genutzt werden.
Als grüne Wiese mit Bäumen und Spielfeldern soll der Schießwasenbis zur Landesgartenschau 2026 umgestaltet werden. aktuell ist er eine asphaltierte Fläche.

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