Der Treffpunkt zum Sonnenbaden

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Kies, Sand, Sonne und öffentliche Liegestühle, die zum Sonnenbaden einladen: So stellen sich die Planerinnen und Planer von relais-Landschaftsarchitekten den Stadtstrand an der Jagst vor. Ob das Wasser zum Baden ausreicht, ist zweitrangig.
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Am neuen Stadtstrand soll das Motto „Ellwangen an die Jagst“ Realität und der Fluss endlich auch erlebbar werden.

Ellwangen

Einen Strand in Innenstadtnähe, wer wünscht sich das nicht? Wird Ellwangen mit der Landesgartenschau also ein zweites Barcelona? Zweifel sind angebracht, denn das Wasser, das die Jagst führt, mag zwar mittlerweile wieder Badequalität erfüllen, doch die Dimension eines Meeres erreicht es nicht. Der heutige Anblick täuscht, was eigentlich ein Fluss sein möchte, sieht dank des Stauwehres wie eine große Badewanne aus. Weil die Landesgartenschauplaner die Renaturierung als ein Hauptziel vor Augen hatten, wird sich spätestens ab 2026 die Jagst wieder so zeigen, wie sie ursprünglich war: ein fließendes Flüsschen, das manchmal sehr wenig und dann wieder ganz schnell sehr viel Wasser führt. 

Für einen Badestrand mag das eine etwas wackelige Basis darstellen, doch von Baden ist im „Stadtstrand“ auch nicht die Rede. Betrachtet man die Planung im Detail, dann sieht man da Liegewiesen und Liegestühle, eine Naturkneippanlage, Wasserspiele, einen Barfußpfad, Riesenschaukeln und viel Kies.

Durchs Wasser waten

Füße hochkrempeln und durchs Wasser waten, ein Holzschiffchen treiben lassen, sich im Sommer abkühlen und auch mal andere nass spritzen, dafür dürfte der Jagstpegel immer reichen. Schließlich gibt es mit dem Bucher Stausee in der Nähe ein beachtliches Volumen, das zur Hochwasserrückhaltung und zur Niedrigwasseranreicherung geschaffen wurde.

Der Stadtstrand soll die Menschen an die Jagst locken, zum Entspannen, zum Natur genießen und um andere zu treffen. Dazu dienen auch die beiden Beach-Volleyballfelder und die Feuerstelle. Sport und Spaß in Bikini und Badehose mit Lagerfeuer: Dazu muss man künftig nicht mehr bis zum Kressbachsee fahren, das geht auch zwei Gehminuten vom Fuchseck.

Brücke doppelt so lang

Besten Blick auf die Strandbesucherinnen und -besucher dürfte man von der neuen Brücke haben, die dort, wo heute das Stauwehr ist, die Jagst überspannt. Diese Brücke aus Stahl wird gut doppelt so lang werden wie die heutige Holzbrücke an derselben Stelle, denn die Jagstufer werden viel flacher sein. Etwas flussaufwärts wird der Eisweiher angelegt, der im Winter zum Schlittschuhlaufen aufgefüllt wird. Und am Rand des neuen Campingplatzes entsteht die „Parkterrasse“ mit zwei Boulebahnen, Picknicktischen und Bodenschach. Dort soll noch ein Treffpunkt sein, am besten auch mit Foodtruck und Eisauto. Zum Campingplatz hin soll ein Sanitärgebäude mit öffentlichen Toiletten entstehen.

Zusätzliche Toiletten

Apropos Toiletten: Wie viele werden eigentlich für einen solchen weitläufigen Park benötigt werden und wo werden sie am besten platziert? Die Planer haben sich natürlich dazu Gedanken gemacht. Nach heutigem Stand wird es am JuZe und am Campingplatz öffentliche WCs geben. Hinzu kommt die bestehende Anlage unter der Westtangente. Im Jahr der Landesgartenschau reicht das natürlich hinten und vorne nicht. Dann werden für die vielen Besucher weitere temporäre Anlagen bereitstehen.

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