Die Elks starten die Jugendarbeit neu

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Oberbürgermeister Michael Dambacher spricht vor dem Auftaktspiel der Virngrund Elks in der 2. Baseball-Bundesliga, dem ersten Sportereignis mit 200 Zuschauern seit langem. Die 200 Personen hatten sich dazu angemeldet.
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Der Lockdown während der Coronapandemie hat die Arbeit mit Jugendlichen stark beeinträchtigt. Ab 16. Juni wird es wieder ein Baseballtraining für Kinder und Jugendliche geben.

Ellwangen

Das Auftaktspiel der Virngrund Elks in der 2. Baseball-Bundesliga gegen die Augsburg Gaters nutzte Oberbürgermeister Michael Dambacher, um der TSV-Baseballabteilung ein riesiges Lob auszusprechen. Mit weit über 1000 Arbeitsstunden haben sie den verwilderten Fußballplatz am Hungerberg zu einem Baseballfeld hergerichtet.

Auch TSV-Vorsitzender Günther Haas würdigte den Arbeitseifer der Baseballer und freute sich auf den Zweitligabaseball im 175. Jubiläumsjahr des Vereins. Der Präsident des baden-württembergischen Baseballverbandes, Claudio Rodriguez, sprach ein Grußwort.

„Ich hoffe, dass wir zum Auftaktspiel der nächsten Saison das Mehrzweckfeld mit Kunstrasen am Waldstadion haben“, sagte Dambacher und bestätigte damit, dass die Stadtverwaltung trotz das Thema Kunstrasenfeld noch nicht aufgegeben hat.

Das war eine gute Nachricht für die Elks, bei denen sich der Wegfall von Spiel- und Trainingsmöglichkeiten während der Pandemie auch auf die Mitgliederentwicklung ausgewirkt hat. Auch bei den Virngrund Elks, der Baseballabteilung des TSV Ellwangen, war fast zwei Jahre lang keine aktive Nachwuchsgewinnung möglich.

Obwohl die Trainer versuchten, über Online-Übungen und Krafttraining, die Begeisterung der jungen Spielerinnen und Spieler für den Baseballsport lebendig zu halten, wechselten manche zu anderen Sportarten, die auch in der Pandemie möglich waren.

Die älteren sind jetzt aus dem Jugendbereich herausgewachsen und werden mit den Erwachsenen trainieren. „Aktuell haben wir weder bei Schülern noch bei Jugendlichen eine komplette Mannschaft“, sagt Andreas Hunke, der sportliche Leiter der Elks.

Die Abteilungsleitung will in dieser Situation die Jugendarbeit ganz neu ausrichten. „Die Jugend ist für uns extrem wichtig“, sagt Andreas Hunke. „Fast alle Spieler unserer 1. Mannschaft kommen aus der eigenen Jugend, wurden also selbst ausgebildet. Ohne diese Spieler wäre der Aufstieg in die 2. Bundesliga gar nicht möglich gewesen.“

Wie Kai Leiter, Jugendtrainer der Elks erklärt, haben sich in den letzten Jahren auch die Trainingsmethoden verändert. Wurden vor Jahren noch Bewegungsabläufe und Körperhaltung sehr genau vorgegeben, habe man zwischenzeitlich erkannt, dass Schnelligkeit, Wurfkraft und zielgenaues Werfen viel effektiver trainiert werden kann, wenn den Kindern und Jugendlichen lediglich Motivation und Ziel vermittelt werden und sie die Bewegungsabläufe selbst intuitiv wählen.

Für den Wiedereinstieg haben sich die Elks zunächst eine Art „Schnuppertraining“ überlegt für Schüler (8 bis 11 Jahre) und Jugendliche (12 bis 15 Jahre). Sie sollen den Nationalsport der USA mit Schläger und Handschuh spielerisch ausprobieren, den Reiz des Spiels erkennen.

„Im Baseball lernt man, wie wichtig es ist, Niederlage und Misserfolg wegzustecken und immer wieder neu zu starten“, sagt Bernd Schmidt und Rainer Grill fügt an: „Es geht um Bewegung, schnelles Laufen, zielgenaues Werfen und Treffen mit der Baseballkeule.“

„Die Baseballregeln wirken nur auf den ersten Blick schwierig. Im Grunde ist es fast wie Brennball“, sagt Kai Leiter. Ein Teamsport, der noch die Besonderheit des Duells Werfer und Schlagmann hat. Wobei der Verein die nötige Ausrüstung stellt. Die Kinder und Jugendlichen brauchen nur Basecap, Shirt, Sporthose, Turnschuhe.

Das erste Jugendtraining findet am Mittwoch, 16. Juni von 16.30 bis 18.30 Uhr auf dem neuen Baseballplatz auf dem Kasernenareal am Hungerberg statt. Der Eingang liegt direkt an der „Panzerstraße“, neben dem LEA-Parkplatz.

Information und Anmeldung bei Peter Hunke unter Tel. 0170- 4425731.

Fast alle Spieler der ersten Mannschaft wurden in der eigenen Jugend ausgebildet.“

Andreas Hunke, Sportlicher Leiter Virngrund Elks

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