Die Heimattage in der Stadtmitte

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So kennt man die Heimattage: „Beim Fürstpropst zu Gast“ auf dem Ellwanger Schloss. Wegen Sanierungsarbeiten muss das Fest für dieses und vielleicht auch noch nächstes Jahr in die Stadt umziehen.
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Weil das Ellwanger Schloss gerade Baustelle ist, wird das traditionsreiche Heimatfest am 23. und 24. Juli in der Stadtmitte gefeiert, Ochsenbraten inklusive.

Ellwangen

Eine Woche nach der Seligsprechung von Philipp Jeningen wird das nächste Großereignis auf dem Marktplatz ablaufen: die Ellwanger Heimattage. Das Schlossfest „Beim Fürstpropst zu Gast“ ist für viele Ellwanger gesetzt, weil die Atmosphäre auf dem Schloss, der Biergarten im Innenhof einfach einmalig zum Feiern sind. Alles was man im Städtchen besonders schätzt, kommt hier zusammen: das Rotochsenbier, der Ochsenbraten, die Musik des Jugendblasorchesters, von Musikvereinen und Rockbands, die Bürgergarde mit ihren schönen Uniformen und viele Bekannte und Freunde. Man trifft sich, man unterhält sich, man feiert zusammen und findet irgendwo in dem herrschaftlichen Gemäuer immer auch ein Plätzchen, wohin man sich zurückziehen kann, um zu zweit oder in der Clique zu sein.

Dieses Jahr wird man sich umorientieren müssen, weil das Fest in die Innenstadt verlagert werden. Auf dem Schloss laufen Sanierungsarbeiten, es stehen Bauzäune und Gerüste, der Ochsenbratofen und der Innenhof sind eine Baustelle.

„Wir werden zwei Bühnen haben, vor der Basilika und am Fuchseck. Die Aufteilung ist im Grunde so, dass alles, was sonst im Innenhof war, am Marktplatz stattfindet, was im äußeren Schlosshof war, wird am Fuchseck sein“, erklärt Dr. Anselm Grupp, Leiter des Kultur- und Presseamts. 

Als Bands wurden „Eighty Tones“ am Samstag und „Sudden Inspiration“ am Sonntag verpflichtet. Die städtische Musikschule wird am Sonntag ab 11 Uhr mit ihren Ensembles auftreten. Der Turngau Ostwürttemberg zeigt Kunstturnen. 

Die Bewirtung übernehmen wieder die Ellwanger Vereine, fast alle, die schon bislang mitgewirkt haben, sind wieder dabei. Die Bedienungen werden ein funkgesteuertes System haben, das die Bestellung direkt an die Essensausgabe übermittelt. Zuträger bringen die Mahlzeiten und Getränke an den Tisch. 

Bewirten können natürlich auch die Gastronomen in der Stadt, auf der konzessionierten Fläche. Zudem wird die Bürgergarde, die im Innenhof an der Apothekergasse ein Landsknechtslager aufbaut, den Ochsenbraten zubereiten. Weil der Bratofen nicht zur Verfügung steht, wird das Fleisch in großen Stücken über kleinerem Feuer gegrillt.

Der Ausschank wird auf mehrere Wagen verteilt, die am Marktplatz und am Fuchseck stehen, wo es auch eine Bar gibt.

Ein Kinderprogramm wird auf dem Platz vor der Stadtkirche aufgebaut, eine Eisenbahn dreht hier ihre Runden.

Verbunden sind die Heimattage in diesem Jahr mit einem verkaufsoffenen Sonntag, sodass man sich nach dem Mittagessen auch noch in den Ellwanger Geschäften umschauen kann.

Wieviele Besucher kommen werden, lasse sich nicht abschätzen, sagt Anselm Grupp. „Es können noch mehr werden, als sonst auf dem Schloss sind, wenn das Wetter passt“, sagt er. 

Auf jeden Fall sind Gäste aus Abbiategrasso und vielleicht auch aus Langres da, um zusammen mit den Ellwangern das 30-jährige Bestehen des Dreierbunds zu feiern. Die Italiener wollen sich für die Coronahilfe noch mit einem ganz besonderen Geschenk bedanken: Sie werden am Samstag 300 Portionen original italienisches Risotto gratis ausgeben, wahrscheinlich im Jeningenheim. Zudem wird es zur Marktzeit wieder den Stand mit Spezialitäten aus den Partnerstädten geben.

Einmarsch der Bürgergarde mit Spielmannszug, Ansprache des OB, der Salut aus den Vorderladergewehren, all das findet in gewohnter Form statt, nur eben auf dem Marktplatz

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