Die „Poster Gallery“ am Marktplatz

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Die Poster Gallery ist auf dem Marktplatz zu sehen.

Junge Künstler aus den Bereichen Fotografie, Illustration und Design zeigen Plakate zu Themen der Zeit.

Ellwangen. Im Rahmen von „Sommer in der Stadt“ präsentiert die Stadt derzeit die „Public Poster Gallery“ der Kunstbewegung BRE auf dem Marktplatz.

BRE steht für „Bewegung für Radikale Empathie“ und die Plakate sollen Mut machen und Haltung zeigen. Zunächst einmal fordern sie zum Nachdenken auf. Denn der Betrachter ist von Plakaten gewohnt, sofort zu erfahren, welche Botschaft vermittelt werden soll. Bei den Postern von BRE ist das nicht so eindeutig.

Eher subtil werden aktuelle politische und gesellschaftliche Themen angerissen: Slogans wie „Jetzt Antikörper bilden“ und „Leave no one behind“ beschäftigen sich mit der Pandemie und richten sich letztlich an die Impfskeptiker und Querdenker. Die Collage aus den roten AFD-Pfeilen mit dem Spruch „Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz erkennen“ kritisiert den schleichenden Rechtsruck in der Gesellschaft. „All that is solid melts in the air“ erinnert an den Klimawandel und #proudboys steht für sexuelle Toleranz ein.

Die Bewegung für Radikale Empathie entstand im Dezember 2016 als freies Kunstprojekt. Initiiert wurde es von Dominique Brewing und Anja Haas, in Anlehnung an das Theaterstück „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“. Das Stück wurde im Dezember 2016 am Schauspiel Stuttgart aufgeführt. Seit 2020 gehören dem Künstlerkollektiv auch Melanie Müller und Markus Niessner an.

Die „Public Poster Gallery“ ist die zweite Plakatserie von BRE. 40 Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Fotografie, Illustration und Design haben dazu beigetragen. Die Wanderausstellung, die bereits in einer ganzen Reihe von Städten zu sehen war, bleibt noch bis 21. Juli in Ellwangen aufgebaut und geht dann weiter nach Ravensburg. gek

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