Die Welt feiert in Ellwangen

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Freuen sich auf das Ellwangen ist bunt-Fest: (von links) OB Michael Dambacher, Jürgen Schäfer, Olga Krasniqi, Fabian Gmeiner, Thomas Steidle und Nicole Bühler.
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Am 9. und 10. Juli steigt zum dritten Mal das Fest „Ellwangen ist bunt“. Es gibt ein buntes Programm und kulinarische Spezialitäten aus 13 Ländern.

Ellwangen. Nach 2016 und 2018 ist es in diesem Jahr endlich wieder so weit. Am 9. Und 10. Juli steigt in der Innenstadt zum dritten Mal das „Ellwangen ist bunt “-Fest. Besucher erwartet an beiden Tagen ein abwechslungsreiches internationales Programm und eine kleine kulinarische Meile mit Spezialitäten aus 13 Ländern. Wer will, kann hier Bier aus Griechenland kosten.

„Diese Veranstaltung ist ein echtes Markenzeichen für unsere Stadt“, sagt  Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher, der sich sehr darüber freut, dass diese Großveranstaltung nach zweijähriger Corona-Zwangspause nun wieder stattfinden darf. Ebenso wie andere Festivitäten. „Es kommt in Ellwangen jetzt geballt. Aber das ist auch gut so. Die Menschen wollen ja auch wieder feiern und dieses Fest ist einfach ein tolles Event.“

Das betont auch Ordnungsamtsleiter Thomas Steidle, der zum Organisationsteam gehört. „Ellwangen ist eine bunte Stadt und das kann man bei diesem Fest hautnah erleben.“ Es gehe dabei vor allem um den Austausch und um das Miteinander. Und um eine zentrale Message: „Wer in Ellwangen lebt, der ist auch Ellwanger!“ Genau das wolle man an diesen beiden Tagen rüberbringen, betont Steidle.

Tatsächlich leben in Ellwangen viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen friedlich zusammen. „In Ellwangen sind derzeit 2917 ausländische Mitbürger aus insgesamt 98 Nationen zu Hause“, informiert der Integrationsbeauftragte Jürgen Schäfer bei dem Pressegespräch im Rathaus. Das sei ein Beleg dafür, dass Ellwangen eine weltoffene Stadt sei, in der Fremdenhass keinen Platz hat.

Von diesen 98 Nationen werden sich an den beiden Tagen 13 auf einer kulinarischen Meile präsentieren. Darunter Exoten wie Eritrea, Pakistan oder der Libanon. Erstmals mit von der Partie wird ein Stand aus der Ukraine sein, verrät die Integrationsprojektbeauftragte Olga Krasniqi. Die Frauen wollen den Besuchern hier drei verschiedene Gerichte ihres Landes kredenzen, dazu gibt es auch noch selbstgebackene Kekse mit ukrainischer Landesfahne als süßem Topping. Auch Hochprozentiges wird ausgeschenkt – selbstverständlich nur zum Probieren. 

Übrigens: Die deutsche Kulinarik-Fahne werden in diesem Jahr wieder Ellwangens Ministranten hochhalten, die sich laut Nicole Bühler (Leiterin Soziales) wieder einiges ausgedacht haben, um bei der großen Konkurrenz mithalten zu können.   

Bei dem Fest kann aber nicht nur gut gegessen und getrunken werden. Das Rahmenprogramm ist üppig und so bunt wie es der Name der Veranstaltung vermuten lässt. Die Palette reicht von Auftritten tamilischer, indischer, albanischer und thailändischer Tanzgruppen, über Lesungen in leichter Sprache, Kunstausstellungen und jeder Menge Live-Musik bis hin zu einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntagvormittag mit Pfarrerin Uta Knauss und Schönenbergpfarrer Martin Leitgöb am Fuchseck. Und natürlich gibt es auch ein Kinderprogramm mit Spielstraße und Kinderschminken.

Das  „Ellwangen ist bunt“-Fest findet dabei wieder in Kooperation mit dem „Eine-Welt-Fest“ statt. Darauf weisen Ehrenamtskoordinator Fabian Gmeiner und Nicole Bühler hin. In diesem Rahmen werden sich in der Spitalstraße viele Gruppen und Organisationen präsentieren, die in der Stadt „wertvolle Arbeit im Hintergrund“ leisten, wie Bühler betont. Dazu zählen zum Beispiel der Inklusionsbeirat und der Seniorenrat, die sich an einem gemeinsamen Stand vorstellen. Der Weltladen ist ebenfalls mit von der Parte und wird faire Produkte anbieten. Die Comboni-Missionare setzen sich mit dem Thema „Frieden – wie denn“ auseinander und die evangelische Kirchengemeinde will über den ökologischen Fußabdruck informieren.  Die Veranstaltung biete eine gute Möglichkeit, die Vielfalt der Gruppen, die sich in Ellwangen entwicklungs- und sozialpolitisch engagieren, näher kennen zu lernen, unterstreichen Gmeiner und Bühler.  

Die Erlöse des Festwochenendes sollen Entwicklungsprojekten – wenn möglich mit örtlichem Bezug – zugutekommen.

Das komplette Programm wird zeitnah auf der Homepage der Stadt Ellwangen unter www.ellwangen.de abrufbar sein.

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