Ein Hoch auf unsere Maibäume

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Der Blick über die Dächer auf den Maibaum-Sieger der kleinen Ortschaften 2019 in Himmlingen.
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Die Schwäbische Post und die Rotochsenbrauerei veranstalten in diesem Jahr wieder einen Maibaumwettbewerb mit Prämierung.

Wo ein Maibaum steht, ist Leben möglich.“

Geflügeltes Wort, der Maibaumfreunde

Ellwangen

Die coronabedingte Pause hat ein Ende, am 1. Mai ist unsere Jury wieder unterwegs, um alle angemeldeten Maibäume zu bewerten. Damit kehrt der Maibaumwettbewerb zu dem Format zurück, das er vor der Pandemie hatte, als stets um die 100 Gruppen und Ortschaften angemeldet waren.

Den Maibaumwettbewerb haben Dr. Rudolf Grupp und Hermann Veit 1978 erstmals veranstaltet und maßgeblich dafür gesorgt, dass die bis dahin eher im bayrischen Raum verwurzelte Tradition, in der Ortsmitte einen Maibaum aufzurichten, auch auf der Ostalb ausgesprochen beliebt wurde.

Vielfach wird bis heute der Maibaum noch von den Feuerwehren oder den örtlichen Sport-, Gesangs- oder Musikvereinen aufgerichtet und geschmückt.

Es haben sich jedoch auch eigens Maibaumgruppen gebildet, die teilweise sogar als eingetragene Vereine fungieren. Sie beleben das kulturelle und gesellschaftliche Leben, veranstalten Maifeste und Hocketsen. Vor allem aber perfektionieren sie die Gestaltung des Maibaumes.

Heute sieht man immer häufiger kunstvoll in die Baumrinde geschnittene Muster oder gar gedrechselte Stämme. Zunftzeichen mit Bezug zu den Gewerbetreibenden der Ortschaft, florale Gestaltung des Dorfplatzes oder szenische Darstellung mit Verweisen auf die Ortsgeschichte machen den Maibaum zu einem Treffpunkt auch für Auswärtige und Touristen.

Viele Interessierte haben in der Vergangenheit die Gelegenheit genutzt, um gleich am 1. Mai die bestbewerteten Maibäume aufzusuchen und sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, was dort geschaffen wurde. Die Maibaumtour zu den schönsten Bäumen führt immer wieder vor Augen, wie vielseitig und landschaftlich reizvoll die Ostalb ist. Man kann die Maibäume auch als übergroße Ausrufezeichen in der Landschaft sehen, mit denen eine Dorfgemeinschaft ausdrückt: „Hier bei uns ist es schön, hier ist was los, hier leben wir gern.“

Die Organisatoren sind natürlich gespannt, wie sich die Coronaunterbrechung auf den Wettbewerb auswirken wird. Haben die Vereine unter der Zwangspause gelitten und Mitglieder verloren? Oder sind die Maibaumfreunde voller Tatendrang, endlich wieder einen Maibaum aufzustellen, unter dem man ohne Infektionssorgen feiern kann? Vielleicht befeuert der Trend zum Urlaub zuhause, der sich unter der Pandemie entwickelt hat, sogar die Maibaumtradition?

Die Jury freut sich, wenn sie am 1. Mai viele Ortschaften zwischen Riesrand und Bühlertal, Hohenlohe und Härtsfeld anfahren darf und schöne Maibäume zu sehen bekommt.

Bewertet werden wie bisher mit jeweils bis zu 10 Punkten der Stamm, die Krone, der Kranz, die Zunftzeichen, sie Platzgestaltung und Sonstiges. Es sind also theoretisch 60 Punkte möglich.

Anmeldungen sind möglich in den Kategorien große Ortschaften (über 300 Einwohner), kleine Ortschaften (unter 300 Einwohner) und Kindermaibäume. Die jeweils besten bekommen einen Pokal, dazu gibt es noch den Preis der Jury, der für eine außergewöhnliche Leistung vergeben werden kann.

Alle teilnehmenden Gruppen sind zum Maibaumfest mit Siegerehrung und Freibier eingeladen, das in diesem Jahr voraussichtlich wieder im Rahmen des Ellwanger Volksfestes auf dem Schießwasen stattfindet.


Anmelden kann man sich bis zum 25. April auf der Internetseite www.schwaebische-post.de/maibaum

Der Maibaum-Sieger der kleinen Ortschaften 2019 - Himmlingen.

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