Ein Macher geht in den Ruhestand

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Abschied für den letzten Schulleiter des ungeteilten Kreisberufsschulzentrums, das Ende einer Ära: (von links) Finanz- und Schuldezernent Karl Kurz, die stellvertretende Schulleiterin Susanne Dinkelacker, die Leiterin des Geschäftsbereichs Bildung und Kultur am Landratsamt Marion Freytag, Peter und Johanna Lehle, Landrat Dr. Joachim Bläse und der leitende Regierungsschuldirektor Martin Sabelhaus.
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Peter Lehle, seit 40 Jahren am Kreisberufsschulzentrum Ellwangen und seit 2010 Schulleiter, erntet zum Abschied viel Lob und Anerkennung.

Ellwangen. Von den Kolleginnen und Kollegen, von Vertreterinnen und Vertretern der Behörden, Verbände und Kooperationspartner sowie zahlreichen Ehrengästen wurde Peter Lehle am Donnerstagabend im Forum des Kreisberufsschulzentrums (KBSZ) ein bemerkenswerter Abschied bereitet.

Susanne Dinkelacker, die stellvertretende Schulleiterin, die ebenfalls in den Ruhestand geht, begrüßte die Gäste, die sich mit Abstand und Mund-Nasenbedeckung verantwortungsvoll gruppiert hatten.

Landrat Dr. Joachim Bläse skizzierte Lehles Laufbahn: Nach dem Pharmaziestudium kam er 1981 als Apotheker an die Ellwanger Berufsschule, um die Ausbildung der pharmazeutisch Technischen Assistenten aufzubauen. Seitdem wurde er in zahlreiche inner- und außerschulische Gremien berufen. „Das Regierungspräsidium hat früh erkannt, dass da ein Fachmann ist, ein Macher“, meinte Bläse und zählte die Einrichtung verschiedener Fachbereiche auf, der beruflichen Gymnasien, des Studiengangs Double Degree und der Ausbildung Kaufleute E-Commerce.

Der Landrat lobte Lehles politisches und soziales Engagement für benachteiligte Schüler und Geflüchtete. Er dankte Lehle für seine Leistungen und dafür, dass er noch ein Jahr angehängt hatte, um die Teilung des KBSZ in eine gewerblich-kaufmännische und eine gewerblich-hauswirtschaftliche Berufsschule umzusetzen.

Der leitende Regierungsschuldirektor Martin Sabelhaus hob Lehles große Einsatzbereitschaft hervor, den hartnäckigen Kampf um Anrechnungsstunden für das KBSZ, die jedoch aus formalen Gründen nicht möglich gewesen seien. Die Teilung der Schule werde nun zu einer Reduzierung der Komplexität und einer Entlastung der Schulleitung führen. Die Nachfolge werde bis zum Beginn des neuen Schuljahres geklärt sein. „Das wird trotzdem eine Herausforderung, wir können nicht von Beginn an alle Wünsche erfüllen“, meinte Sabelhaus.

Katja Maier, Vorsitzende der Kreishandwerkerschaft, lobte den guten und engen Kontakt zur Schulleitung, den funktionierenden Austausch, den das Duale System auch brauche.

Jens-Peter Schuller, der geschäftsführende Schulleiter der beruflichen Schulen im Ostalbkreis, betonte, dass Peter Lehle der einzige Rektor war, der eine derart breit aufgestellte Schule zu leiten hatte. Als aktiver Handballer, Mannschaftsspieler, sei Peter Lehle das Arbeiten im Team wichtig gewesen. Er habe auch den sozialen Auftrag als Schulleiter ernst genommen und sich stets besonders für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler eingesetzt.

Dank und Anerkennung sprachen auch die Elternbeiratsvorsitzende Zeidler, der Personalratsvorsitzende Markus Kuhn und der geschäftsführende Schulleiter der Ellwanger Schulen, Heiko Fähnle, aus.

Peter Lehle dankte vor allem den Kolleginnen und Kollegen, seiner Stellvertreterin Susanne Dinkelacker, die ihm den Rücken freigehalten habe, und seiner Familie, für die er nun bald mehr Zeit haben werde. Der Schulleiter bedauerte, dass die Schülerinnen und Schüler aus Pandemiegründen nicht anwesend waren und auch viele Kolleginnen und Kollegen von auswärtigen Schulen nicht eingeladen werden konnten. „Schule kann nicht jeden Tag Spaß machen“, meinte Lehle rückblickend und rief dem Kollegium zu, nach der Teilung miteinander unterwegs zu sein: „Ihr seid Partnerschulen, keine Gegner.“

Für erstklassige musikalische Umrahmung sorgte das Gitarrenduo Bolz und Knecht. Im Anschluss gab es bei Essen und Getränken noch Raum für Gespräche.

Das Regierungspräsidium hat früh erkannt, dass da ein Fachmann ist, ein Macher.“

Dr. Joachim Bläse, Landrat

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