Ein neuer Computertomograph für Ellwangen

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Das Gerät verkürzt die Untersuchungszeiten und liefert bessere Aufnahmen bei geringerer Strahlung.

Ellwangen. Die St.-Anna-Virngrund-Klinik hat einen neuen Computertomographen. Mit der Neubeschaffung bekommt Ellwangen ein High-End-Gerät mit zahlreichen Vorteilen für Patienten. Landrat und Klinikleitung freuen sich, der Bevölkerung ein „hochmodernes Rundum-Spektrum“ bieten zu können.

Hochaufgelöste Bilder, noch strahlungsärmer und wesentlich kürzere Untersuchungszeiten. Die Vorteile des neuen Computertomographen an der Ellwanger Klinik sind nicht nur auf dem Papier beeindruckend. Entsprechend erfreut zeigten sich Landrat Dr. Joachim Bläse und Klinik-Vorstand Thomas Schneider über die Neuanschaffung für die Ellwanger Radiologie.

„Wir freuen uns, der Bevölkerung am Ellwanger Standort ein hochmodernes Rundum-Spektrum bei radiologischen Untersuchungen bieten zu können“, so Landrat Dr. Joachim Bläse beim Vor-Ort-Termin in Ellwangen. „Davon profitiert nicht nur die Klinik, sondern letztlich unsere Patientinnen und Patienten“.

Gerät der High-End-Klasse

In der Tat handelt es sich bei dem neuen CT um ein Gerät aus der High-End-Klasse. Mit 80 Detektor-Zeilen können bis zu 160 Bilder mit einer Umdrehung der Röntgenröhre aufgenommen werden. Das führt bei allen Untersuchungen zu rapide verkürzten Untersuchungszeiten. Für Ganzkörperuntersuchungen benötigt das neue CT weniger als eine Minute. Möglich macht dies auch ein Software-Upgrade, das die Klinik-Verantwortlichen direkt mit erworben haben.

Damit verkürzt sich bei eher unangenehmen Untersuchungen wie Bauch- oder Lungenuntersuchungen auch die Zeit des Luftanhaltens auf bis zu fünf Sekunden. Selbiges gilt bei Untersuchungen am Handgelenk oder Ellenbogen, bei denen Patienten zur Untersuchung oft auf dem Bauch liegend den Arm über den Kopf strecken müssen. Hier sind die schnelleren Untersuchungszeiten ebenfalls eine Wohltat.

Für die Diagnostik besonders wichtig ist die verbesserte Auflösung. Dadurch können Details z.B. bei Verletzungen des Handgelenks mit sehr kleinen Knochen in hoher Detailschärfe erkannt werden. Patienten und Mitarbeiter zugleich profitieren zusätzlich von einer noch geringeren Strahlenbelastung des neuen CT.

Basis der radiologischen Versorgung ist die seit Herbst 2020 bestehende Kooperation der Kliniken Ostalb und der Radiologie und Nuklearmedizin Ostalb. Auf Grundlage dieser Zusammenarbeit konnte im vergangenen Jahr bereits ein neuer Magnetresonanztomograph (MRT) für die Ellwanger Klinik beschafft werden.

Zusammenschluss von Praxen

Der Kooperation zwischen Kliniken Ostalb und der radiologischen Praxis vorausgegangen war ein Zusammenschluss der radiologischen Praxen Dr. Görner und Kollegen (Mutlangen und Schwäbisch Gmünd) und Dr. Heuchemer und Kollegen (Aalen und Heidenheim). Sie arbeiten seit 2020 als sogenannte „überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft“ im Verbund.

Klinik-Vorstand Thomas Schneider betont die wirtschaftlichen Vorteile: „Für beide Seiten ergibt sich eine Win-win-Situation: Klinik und Praxis investieren zusammen in die medizintechnische Ausstattung, setzen gemeinsam Personal ein und nutzen auch die Räumlichkeiten gemeinsam. Für die Patienten bedeutet das mehr Qualität, schnelle und umfassende Diagnostik und zielgenaue Therapie vor Ort“, so Thomas Schneider.

Selbstverständlich profitierten auch die niedergelassenen Ärzte rund um Ellwangen von der Zusammenarbeit. Sie könnten Patienten in der Radiologie Ellwangen zur Befundung vorstellen, wo ihnen ein umfassendes radiologisches Setting geboten wird, betonen Landrat, Klinik-Vorstand und Praxis-Ärzte.

440.000 Euro hat der neue Computertomograph gekostet. Ein rund 10-köpfiges Team an der St. Anna-Virngrund-Klinik sorgt dafür, dass das Gerät rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Bauch, Lunge, Nieren

Das größte Einsatzgebiet liegt auf Untersuchungen des Bauches, der Lungen und der Nieren sowie im chirurgischen Bereich. Dazu sind speziellere Untersuchungen möglich. Durch die Spezialisierung der Ellwanger Klinik liegt etwa ein Fokus auf urologischen Untersuchungen, unter anderem bei Steindetektionen wie z. B. Nieren- oder Gallensteinen. Auch für einen weiteren Schwerpunkt – der Schmerztherapie – kann das CT z. B. bei schmerztherapeutischen Interventionen wichtige Dienste erweisen.

Entsprechend freut sich der kaufmännische Standortleiter der Ellwanger Klinik, Berthold Vaas: „Für Patienten und Mitarbeiter ist es gut, zu wissen, dass wir in eine hochwertige medizinische Versorgung und damit in unsere Zukunft investieren.“ Tatsächlich haben Klinik und Praxisverbund weitere Schritte geplant: Nachdem im letzten Jahr ein neuer MRT und nun ein neues CT beschafft wurden, sind bereits die Beschaffung eines urologischen Röntgengeräts sowie ein konventionelles Röntgengerät vorgesehen.

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