Ein neues Ellwanger Baugebiet für 1300 Bewohner

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So könnte der neue Stadtteil "Ellwangen Süd" einmal aussehen, der auf dem Kasernenareal entstehen soll. Grafik: Stadt Ellwangen
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Der Gemeinderat stellt am Donnerstagabend die Weichen für die Überplanung der Kaserne.

Ellwangen. Die Stadtverwaltung wird trotz hartem Lockdown die Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend in der Stadthalle abhalten. Beginn ist um 17 Uhr. Die Gemeinderäte sind teilweise online zugeschaltet, die Besucher können im großen Sitzungssaal des Rathauses eine Übertragung verfolgen.

Dass die Sitzung nicht ausfällt oder verschoben wird, wie beispielsweise in Aalen, liegt daran, dass ein Thema von großer Tragweite für die Stadt Ellwangen auf der Tagesordnung steht: die Überplanung des Kasernenareals.

Der Gemeinderat wird über das "integrierte Entwicklungskonzept" entscheiden, das die Bebauung auf den Flächen des technischen Bereichs (T-Bereich) und der gegenwärtigen LEA in Grundzügen festlegt.

Mehr als 20 Hektar von den rund 47 Hektar Kasernengelände sind für Wohnbebauung vorgesehen. Entstehen sollen rund 600 Wohneinheiten für insgesamt 1300 Bewohner.

Diese Zahlen machen allein schon deutlich, um welche Dimensionen es sich handelt. Das Entwicklungsgebiet "Ellwangen Süd", so die Bezeichnung der Fläche, wird das größte zusammenhängende Wohngebiet der Stadt werden. Vorgesehen sind Ein- und Mehrfamilienhäuser, ein großer Kindergarten im Zentrum des Viertels und Gewerbeflächen für Dienstleister am Rand, direkt an der B 290, auf dem ehemaligen Bundeswehrparkplatz.

Das neue Stadtviertel soll mit Fördermitteln aus dem Bund-Länder-Städtebauprogramm "Sozialer Zusammenhalt" erschlossen werden. Zudem soll das ganze Areal in das Sanierungsgebiet "Ellwangen Mühlberg" aufgenommen werden, das sich auch auf den historischen Teil der Kaserne und auf das Gelände an der Karl-Stirner-Straße erstreckt. Der Förderrahmen der bislang bei 5,2 Millionen Euro liegt soll dazu auf 7,6 Millionen aufgestockt werden.

Die Beschlüsse in der Sitzung sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Grundstücksverhandlung mit der Bundesanstalt für Immobilien (BImA). Wie aus der Sitzungsunterlage hervorgeht, könnten die Verträge im ersten Halbjahr 2021 unterschriftsreif sein, Regierungspräsidium und BImA haben dem Vorgehen mündlich zugestimmt.

Die Überplanung des Kasernengeländes soll auch eine zweite Verlängerung der LEA Ellwangen über 2022 hinaus verhindern. Vonseiten der CDU-Fraktion kam die Forderung, frühzeitig Klarheit zu schaffen über die Zukunft der LEA Ellwangen. Mit dem Beschluss des "integrierten Entwicklungskonzepts" dürfte das Ende der LEA Ellwangen besiegelt sein, auch wenn die Erschließung zunächst auf dem ehemaligen T-Bereich beginnt.

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