Ein „Tag der Vereine“ für Ellwangen

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Ein ungewohntes Bild: die Bürgergarde bei den Heimattagen in einer Zeit vor Corona. Archivfoto: mh

Bei einem virtuellen Treffen sammeln Vertreter von Organisationen, Vereinen und freien Gruppen am Dienstagabend kreative Ideen für die Zeit nach der Pandemie.

Ellwangen

Krise nutzen: Ideen und Anregungen – dieses Motto hatte das zweite virtuelle Treffen für Vereine, Organisationen und freien Gruppen, das die Stadtverwaltung Ellwangen in der Pandemiezeit anbietet. Elena Kucher, Sportbeauftragte der Stadt, und Jana Brühl, Ehrenamtskoordinatorin, konnten am Dienstagabend bis zu zwölf Vertreter der angesprochenen Institutionen begrüßen.

„Mit dieser Ideenwerkstatt möchte die Stadt Vereine, Organisationen und Gruppen zusammenbringen und sie dabei unterstützen, auch in Lockdown-Zeiten ihr Leben, ihre Aktivitäten aufrecht zu erhalten“, sagte Elena Kucher, auch im Auftrag des OB Michael Dambacher, wie sie ergänzte. Erfreulich sei, dass die Inzidenzzahlen weiter sinken und damit Lockerungen für die Vereine näher rückten. Wenn die Inzidenz mehrere Tage unter 100 liege, könnte kontaktloser Sport in Gruppen bis zu 20 Personen im Freien auf Sportanlagen möglich werden, zwei Wochen später auch in Hallen. Das Ordnungsamt habe entsprechende Pläne quasi in der Schublade. So starte auch Ellwangen am 7. Juni in die Aktion „Stadtradeln“, am selben Abend finde ein Infoabend statt.

Jana Brühl verwies auf eine dreiteilige Seminarreihe. Am 27. Mai geht es um aktuelle Entwicklungen bei Vereinssatzungen und –Recht, im zweiten Teil um Förderanträge und Förderungen und in Teil drei um „soziale Netzwerke“. Die Anmeldung sei bei der VHS möglich.

Sie verwies auf eine ganze Reihe Aktionen, die die zugeschalteten Vereine in der Pandemiezeit veranstaltet hatten. Georg Biber vom Chor „Jelly Beans“ aus Rotenbach berichtete, dass es besonders für Chöre, die gefühlt das „gefährlichste Hobby der Welt“ betrieben, das Vereinsleben sehr schwierig sei. So haben die Mitglieder im Herbst jeweils allein ein Lied eingesungen, diese Stimmen wurden dann von der Leiterin zusammengeschnitten. Im Januar folgten dann ein zweites Lied und jeweils ein Video. Die Ergebnisse seien auf YouTube zu sehen. So konnte der Kontakt zwischen den Mitgliedern aufrecht erhalten werden.

Elena Kucher nannte verschiedene Ideen, um bei Lockerungen wieder Vereinsmitglieder zusammenzubringen, wie Schnitzeljagd, sportliche Parcours, Online-Spiele und Quizze, Postkarten gestalten und anderes mehr. Beschlossen werden könne das mit einem gemeinsamen „Tag der Vereine“ für die ganze Stadt, der zeigen solle, was Ellwangen alles zu bieten hat.

Helga Szabo (FC Röhlingen) und Eleonora Grasmück (SG Schrezheim) schlugen abteilungsübergreifende Spiele und Bewegungsspiele auf Sportplätzen vor, besonders für Kinder solle etwas geboten werden, sie seien stark vernachlässigt und eingeschränkt gewesen. Auch Online-Kurse seien gut angekommen bei den Mitgliedern. „Aber auch an die Älteren müssen wir denken“, sagten Alfred Weniger (BVSG Ellwangen) und Waltraud Frank, die in der Seniorenarbeit tätig ist. Die Älteren müssten mehr im Freien üben können, in Hallen fürchteten sie die Ansteckungsgefahr.

Einig waren sich alle, dass ein Tag der Vereine eine tolle Idee sei. Zudem wollen sie möglichst bald wieder loslegen, ob nun im Sport oder im Musikverein. „Um bei Geselligkeit und Vereinsleben die Mitglieder und Menschen wieder zusammen zubringen“, so die einhellige Meinung.

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