Eine Fleckviehschau mit herrlichen Rindviechern

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Vor der Prämierung wurden die Kühe sauber herausgeputzt, auch mit dem Dampfstrahler.
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Zum 100-jährigen Bestehen des Fleckviehzuchtvereins Ellwangen präsentieren Landwirte aus der Region auf dem Schießwasen ihre besten Tiere.

Ellwangen

Es ist wohl zehn Jahre her, dass auf dem Schießwasen zuletzt die Rindviecher dominierten. Vom Kalten Markt her ist man eher gewohnt dort Pferde vorgeführt zu bekommen. Am Samstag waren es 53 Kühe, ein Bulle und rund ein Dutzend Kälber, die dem Preisgericht vorgestellt wurden, um die Besten zu küren. Die Bezirksrindviehschau war gleichzeitig die Jubiläumsschau des Fleckviehzuchtvereins Ellwangen, der 1922 gegründet wurde. Die Rasse Fleckvieh ist eine Zweinutzungsrasse, mit guter Milchleistung und starkem Fleischansatz. Die Milchkühe bringen noch gutes Geld, wenn sie zum Metzger gehen müssen und der männliche Nachwuchs ist für die Rindermast gut geeignet. Bis zu 1300 Kilogramm kann ein Stier dieser Rasse schwer werden. Wie ein solches Kraftpaket aussieht, konnte man sogar im Ring sehen, als Klaus Mayer vom Lindenhof seinen Bullen vorführte.

Zuvor sprach Pfarrer Dr. Heiko Merkelbach Gottes Segen über Mensch und Rind: "Die Tiere sind nicht nur Produktionsmittel, sondern Mitgeschöpfe. Wer sie achtet, bekommt auch etwas zurück", sagte er. Die 17 Beschicker, alles Landwirte aus den Zuchtvereinen Ellwangen, Neresheim, Ostalb, wussten sehr wohl um den Wert ihrer Tiere. Bulle, Kühe und Kälber waren sauber herausgeputzt. Das Führen am Strick hatten Kinder und Erwachsene seit Wochen geübt. Da heute die meisten Rinder in Boxenlaufställen quasi freilaufend gehalten werden, ist es durchaus nicht selbstverständlich, dass sie im Ring friedlich neben dem Besitzer herlaufen.

"Diese Tiere sind Ergebnis einer Zucht, die seit Generationen fortgeführt wird", sagte Klaus Mayer, Vorsitzender des Fleckviehzuchtvereins. Zur Gründungszeit vor 100 Jahren sei es die Lebensmittelknappheit nach dem Ende des Weltkrieges gewesen, weshalb sich die Landwirte zusammenschlossen, um die Zucht ihrer Rinder zu verbessern. Milchleistung und Fleischansatz waren wichtig, auch stabile Gelenke und ruhiger Charakter, schließlich nutzten viele Landwirte damals die Kühe auch noch als Zugtiere. Bis heute sei der friedliche Charakter der Tiere wichtig, sagte Mayer.

Oberbürgermeister Michael Dambacher beglückwünschte die Landwirte zu dieser schönen Veranstaltung: "Es wird die letzte Viehschau auf dem alten Schießwasen sein. Nach der Umgestaltung finden die Rinder hier auch wieder Gras zum Fressen."

Die 12-jährige "Messalina" von der Mayer GbR war der große Sieger der Rindviehschau. Sie wurde Gesamtchampion, Sieger der Klasse ältere Kühe, gewann den Preis für die größte Lebensleistung und die silberne Plakette des Bundesverbands Schwein und Rind.

Ergebnisse der Prämierung

Gesamtchampion: "Messalina" (Mayer GbR)

Beste Lebensleistung: "Messalina"

Sieger Jungkühe: "Eliska" (Eichfeldhof Schill GbR), Reservesieger: "Malta" (Mayer GbR).

Sieger mittelalte Kühe: "Lenny" (Georg König), Reservesieger: "Peggy" (Winter GbR)

Sieger alte Kühe: "Messalina", Reservesieger: "Fatma" (Hutter GbR).

Silberne Plakette des Bundesverbands Schwein und Rind:  "Messalina". Bronze: "Lenny"

Sieger beim Vorführwettbewerb: Philipp Gerstmeier,Hannes Fürst, Julian Ebert.

Den einzigen Bulle bei der Bezirksrindviehschau auf dem Schießwasen führte Klaus Mayer durch den Ring. Rund 1100 Kilogramm schwer stand er für die Qualität der Zweinutzungsrasse Fleckvieh.
Am Ende werden die Kühe aufgestellt in Reih und Glied, so wie sie die Jury taxiert hat.
Die Kühe werden durch den Ring geführt, die Preisrichter beobachten Aussehen und Bewegungen.
Nicht jede Kuh wollte so wie der Besitzer: da die Tiere im Betrieb nur selten geführt werden, ist die Situation im Ring für manche ungewohnt.
Die Kälber wurden überwiegend von Kindern vorgeführt.
Den einzigen Bulle bei der Bezirksrindviehschau auf dem Schießwasen führte Klaus Mayer durch den Ring. Rund 1100 Kilogramm schwer stand er für die Qualität der Zweinutzungsrasse Fleckvieh.
Pfarrer Dr. Heiko Merkelbach segnete die Tiere zu Beginn der Veranstaltung.
Die Kälber wurden von Kindern vorgeführt.
Vor der Prämierung wurden die Tiere sauber geputzt.
Ein seltenes Bild: Rinder am Schießwasen. Vom Kalten Markt ist man eher Pferde gewohnt.
Pfarrer Dr. Heiko Merkelbach segnete die Tiere zu Beginn der Veranstaltung.
Auf die Siegertiere und ihre Besitzer warteten Schärpen, Pokale und Sachpreise.
Den einzigen Bulle bei der Bezirksrindviehschau auf dem Schießwasen führte Klaus Mayer durch den Ring. Rund 1100 Kilogramm schwer stand er für die Qualität der Zweinutzungsrasse Fleckvieh.
Alfred Weidele, Zuchtleiter und Geschäftsführer der Rinderunion Baden-Württemberg begutachtet als Jurymitglied die Euter der vorgestellten Kühe.

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