Ellwangen will ukrainischen Flüchtlingen eine Perspektive geben 

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In der LEA Ellwangen sind die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen.
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Derzeit werde geprüft, ob den Geflohenen ein Arbeitsangebot geschafft werden kann.

Ellwangen. "Der Krieg in der Ukraine ist auch in Ellwangen angekommen", so Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Junge Frauen mit Kindern haben die Stadt erreicht – und das bemerke man auch in der Stadtverwaltung. 

Nun sei ein Kriseninverventionsteam eingerichtet worden, erläutert Dambacher dem Gremium. "Das wichtigste Thema ist nun die Aquirierung von Wohnraum", ergänzt er. Mittlerweile gebe es 20 Angebote, erste Besichtigungen hätten schon stattgefunden. 

Zudem erläutert er den Gemeinderäten die sogenannte Ukraine-Übergangsverordnung, die der Bund beschlossen hat. Diese sehe vor, dass anlässlich des Krieges geflohene Personen aus der Ukraine von der Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit sind.  Die Regelung gilt bis zum 23. Mai. "Damit ist der Zugang zum Arbeitsmarkt verbunden", so Dambacher, die Geflüchteten können zudem Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz beantragen. 

In der Zwischenzeit seien bereits insgesamt 80 Flüchtlinge aus der Ukraine privat in Ellwangen untergekommen und angemeldet worden. "Wir sind über jede Hilfe dankbar und auch dankbar für das Engagement", betont der OB. Dennoch müsse man die Hilfe koordinieren: "Wenn es Privatinitiativen gibt, muss man dass mit dem Land und der Stadt abstimmen." 

Die Stadt wolle den Geflohenen zudem eine Perspektive schaffen. Derzeit werde geprüft, ob den Menschen – zumindest übergangsweise – ein Arbeitsangebot gegeben werden kann. 

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