Ellwanger Grüne schwer verärgert

+
Berthold Weiß

„Kirchturmpolitik fehl am Platz“: Grüne halten an ergebnisoffenem Dialog fest.

Ellwangen. Mit großer Verärgerung reagiert die Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Ellwangen in einer Pressemitteilung auf Veröffentlichungen zur Klinikreform, in welchen die Oberbürgermeister von Aalen und Schwäbisch Gmünd ihre jeweiligen Standorte für unverzichtbar erklären. Besonders verwundert seien sie über die Einschätzung des Aalener OBs, die Ellwanger Klinik könne „auf Dauer keine umfassende Notfallversorgung leisten“, so Fraktionsvorsitzender Berthold Weiß in einer Pressemitteilung der Fraktion.

In der vergangenen Woche noch hatte der Vorstand der Ostalb-Kliniken, Prof. Dr. Solzbach, in öffentlicher Gemeinderatssitzung den aktuellen Diskussionsstand zur Klinikreform, vor allem aber die durch Finanzierungsstruktur und Personalknappheit entstandenen Sachzwänge hierfür erläutert. Dabei sei sehr deutlich geworden, dass ohne eine umfassende Reform mit einer Reduzierung auf einen, maximal aber zwei Klinik-Standorte, die klinische Versorgung im Ostalbkreis insgesamt gefährdet sei.

Aus Sicht der GRÜNEN Fraktion sei für einen an Sachlichkeit orientierten Planungsprozess verheerend, die Standorte Aalen und Schwäbisch Gmünd zwingend als gesetzt zu sehen. Die Kirchturmpolitik, die jetzt von den Oberbürgermeistern der beiden anderen großen Kreisstädte im Landkreis betrieben werde, sei ja eine der wesentlichen Ursachen für die aktuelle Situation der Kliniken, so Weiß.

Die GRÜNE Fraktion fordert die beiden Oberbürgermeister daher auf, gemeinsam mit den weiteren Akteuren ergebnisoffen an einer zukunftsfähigen Lösung mitzuarbeiten und nicht „nach dem St. Florians-Prinzip“.

Lesen Sie auch

OB Dambacher: „Asozial und unfair“

Brütting: Uniklinik ist „Quatsch“

Stauferklinikum nicht zerschlagen

Zwei Kliniken im Ostalbkreis, aber wo?

Experten von Ernst & Young zur Zukunft der Kliniken im Ostalbkreis

Zurück zur Übersicht: Stadt Ellwangen

Kommentare