Ellwanger Helfer 64 Stunden im Einsatz für Flutopfer

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Bilder aus dem Katastrophengebiet: Zwei Helfer des DRK Ellwangen waren hier im Einsatz.

Das DRK Ellwangen berichtet von den Erfahrungen in Rheinland-Pfalz.

Ellwangen. Drei Tage, knapp 64 Stunden Dauereinsatz im Katastrophengebiet und über 1000 Kilometer Einsatzfahrten liegen hinter zwei ehrenamtlichen Helfern des Ellwanger DRK Ortsvereins. Am Morgen des 17. Juli erreichte sie ein Einsatzbefehl. Im Zuge der Katastrophenlage in Rheinland-Pfalz wurden dort dringend weitere Transportfahrzeuge benötigt. Ein Fahrzeug aus Ellwangen wurde inklusive Besatzung angefordert. Die Einsatzdauer sollte voraussichtlich 24 Stunden betragen.

Innerhalb Minuten hatte sich eine Besatzung gefunden, die Helfer der dritten Einsatzeinheit befanden sich bereits seit zwei Tagen im Voralarm. Gemeinsam mit einem ebenso angeforderten Fahrzeug des Malteser Hilfsdiensts Aalen, verlegten die Ellwanger Helfer kurz darauf alarmmäßig ihren Standort an die Landesfeuerwehrschule nach Bruchsaal.

Nachdem sich dort sämtliche angeforderten Fahrzeuge aus Baden-Württemberg gesammelt hatten, wurden sie vom baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl empfangen und begrüßt. Im Anschluss verlegten die Kräfte ihren Standort in das benachbarte Bundesland Rheinland-Pfalz, an den dortigen Nürburgring. Hier befindet sich der Bereitstellungsraum für Rettungs-, Bundeswehr- und Hilfskräfte aus dem gesamten Bundesgebiet.

Gegen 16 Uhr erreichte die Ellwanger Besatzung der erste Einsatzauftrag. Direkt im Krisengebiet gab es einen Erkundungsauftrag. An einer zentralen Sammelstelle galt es zahlreiche Betroffene zu betreuen. Diesen direkten ersten Kontakt mit Betroffenen, den Emotionen, beschreiben die Helfer als „absolut ergreifend“. Alle Helferinnen und Helfer seien berührt gewesen und hatten Gänsehaut, heißt es in einer Pressemitteilung des DRK. Dieser Einsatz wurde um zwei Uhr nachts beendet. Die Helferinnen und Helfer ruhten im Anschluss in verschiedenen Unterkünften, teilweise auch im Einsatzfahrzeug.

Am nächsten Tag erreichte die Helfer der nächste Auftrag. Mit einem Teilkontigent galt es, in Sinzig und seinen Stadtteilen verschiedene Betreuungsmöglichkeiten zu erkunden. Am dritten Tag wurden die Helfer zu einem weiteren Einsatz entsandt. Eine schwerkranke Patientin musste aus dem Krisengebiet Ahrweiler nach Linz am Rhein verlegt werden.

Da sich die Übernahme der Patientin vor Ort um circa zwei Stunden verzögerte, versorgten die Ellwanger Helfer in der Zwischenzeit in Ahrweiler unzählige Patienten ambulant. Am 20. Juli war der Einsatz um circa 0.30 Uhr zurück in Ellwangen beendet. Nach knapp 64 Stunden.

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