Ellwanger Ostermarsch: Solidarität mit Kriegsopfern und Flüchtlingen

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Ostermarsch Ellwangen.
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Demonstration: Dem Ostermarsch in Ellwangen schließen sich am Samstag 300 Teilnehmer an. Der Ukraine-Krieg schürt Ängste und vereint Kriegsgegner.

Ellwangen. Der Krieg in der Ukraine bewegt und mobilisiert die Menschen. Über 300 Teilnehmer wurden beim diesjährigen Ostermarsch in Ellwangen gezählt, so viele wie noch nie, und noch nie war die Gefahr einer weltweiten militärischen Eskalation so groß wie heute. Umso entschiedener und lautstärker wurde für eine Welt ohne Gewalt, Krieg, Hass und Hetze demonstriert und ein deutliches Zeichen für den Frieden gesetzt.     

Der Ukraine-Krieg war das alles dominierende Thema bei der diesjährigen Kundgebung am Fuchseck, die sich an den Ostermarsch anschloss. Dieser stand heuer unter dem Motto: „Rettet den Frieden - Die Waffen nieder - Nie wieder Krieg“. Die Teilnehmer versammelten sich zahlreich am Bahnhof. Viele waren aus dem weiten Umkreis angereist. Auf Spruchbannern war unter anderem zu lesen: „Ja zu Verantwortung - Nein zu Militarisierung“, „Gier macht Krieg“, „Abrüsten statt Aufrüsten“ oder „Mehr Frieden wagen“.     

Gerhard Schneider und Dr. Dietrich Böhme vom Aktionsbündnis Mahnwache stimmten die Aktivisten auf den Ostermarsch per Megaphon ein und verurteilten den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine mit deutlichen Worten. „Unter den Trommelklängen der Percussion-Gruppe „Up-surdo“ ging es danach vom Bahnhof aus los über die Siemensbrücke, Haller Straße, Westtangente, die Marienstraße zum Fuchseck, wo Josef Baumann vom Ellwanger Friedensforum die Teilnehmer zur Kundgebung begrüßte, der betonte: „Den Weg den Bundeskanzler Scholz mit der Zeitenwende beschrieb, führt jetzt leider zu noch mehr Aufrüstung in diesen schlimmen Zeiten. „Rettet den Frieden“ bleibt unser Anspruch. Der Frieden ist das Fundament für Gewaltfreiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. Stoppt diesen sinnlosen Krieg.“ Baumann forderte weiter: „Alle Kampfhandlungen müssen sofort beendet und humanitäre Hilfe darf nicht behindert werden. Gut, dass Ihr heute da so zahlreich seid und für den Frieden eintretet.“

Im Anschluss ergriff Paul Schobel, ehemaliger Leiter der Katholischen Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart als Hauptredner das Mikrophon. Er beschrieb das unsägliche Leid, dass die Bevölkerung gegenwärtig in der Ukraine erleiden muss: „Weinende Kinder in Bunkern, verzweifelte Frauen und Männer und die vielen getöteten Zivilisten. Unsere Gedanken sind bei den Trauernden, die ihre ganze Existenz verloren haben.“ Die europäischen Länder hätten die klaren Signale nicht wahrhaben wollen. „Die Regierungen haben das Säbelrasseln einfach ignoriert, jetzt steht der Krieg vor der eigenen Haustüre. Nicht auszudenken, wenn Putin doch noch den Roten Knopf drückt. Wir sind derzeit in keinem Moment sicher.“ Paul Schobel mahnte zur Vernunft und Verantwortungsbewusstsein: „Konflikte müssen gewaltfrei gelöst werden. Die Spirale der Gewalt reißt uns sonst in den Abgrund. Krieg ist niemals eine politische Option, sondern führt ins Chaos und Verderben.“ Für seine leidenschaftliche, engagierte Rede erhielt Paul Schobel von den Demonstrationsteilnehmern am Ende großen Applaus.   

Die DGB-Regionsgeschäftsführerin Südost-Württemberg, Bärbel Mauch sagte zum Abschluss der Kundgebung am Fuchseck: „Wir verurteilen den Einmarsch Russlands in die Ukraine. Unsere Solidarität gehört den Menschen und Opfern in der Ukraine. Wir stehen für eine internationale Friedensordnung. Wir wollen Investitionen in die Zukunft und nicht in Waffen.“

Das Trio „Basis“ mit Ernst Hehr (Gitarre, Gesang), Jochen Narciß (Gitarre, Geige) und Jochen Zeuner (Gitarre, Kontrabass) begleiteten die Kundgebung am Fuchseck musikalisch mit eindringlichen Friedensliedern.

                                                           

Ostermarsch Ellwangen.
Ostermarsch Ellwangen.
Ostermarsch Ellwangen.
Ostermarsch Ellwangen.
Ostermarsch Ellwangen.
Ostermarsch Ellwangen
Ostermarsch Ellwangen.
Kundgebung am Fuchseck.
Rund 300 Teilnehmer wurden beim Ostermarsch und der Kundgebung am Fuchseck (im Bild) am Samstag gezählt.
Paul Schobel hielt die Hauptrede am Fuchseck bei der Kundgebung am Samstag.
Dr. Dietrich Böhme begrüßte die Teilnehmer des Ostermarsches am Bahnhof lautstark.
Mit Spruchbändern und Plakaten wurde am Fuchseck gegen Krieg und für den Frieden demonstriert.
Josef Baumann moderierte die Kundgebung.
Das Trio "Basis" stimmte am Fuchseck Antikriegslieder an.
Dr. Dietrich Böhme begrüßte die Ostermarsch-Teilnehmer am Bahnhof.
Ostermarsch Ellwangen.
Vom Bahnhof aus startete der Ostermarsch am Samstag.
Vom Bahnhof aus startete der Ostermarsch am Samstag.
Vom Bahnhof aus startete der Ostermarsch am Samstag.
Vom Bahnhof aus startete der Ellwanger Ostermarsch am Samstag.
Ostermarsch Ellwangen.

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