Ellwanger sind ganz wild auf das heimische Wild

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Die Marktplatzbesucher waren wild auf Wild.

Auf dem Marktplatz in Ellwangen präsentiert der Hegering zu Beginn der Wildwochen, was man alles aus dem Wildbret machen kann.

Ellwangen

Die 15. Ellwanger Wildwochen wurden am Samstagvormittag wurden auf dem Ellwanger Marktplatz eröffnet. "Begrüßung", diese Stück klang aus den Jagdhörnern des Bläsercorps des Hegering Ellwangen zum Auftakt.

Drei Wochen lang heißt es jetzt die Ellwanger Wildwochen zu genießen. In den teilnehmenden acht Gaststätten kommt jetzt Wild aus heimischer Jagd auf den Teller. Das Rahmenprogramm bietet von der kulinarischen Stadtführung bis zur Waldführung Informatives.

Gerade die Gastronomen haben sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den Corona-Auflagen auseinandergesetzt und freuen sich jetzt, Wild, ein regionales Produkt, das natürlich gewachsen ist, schmackhaft und gesund auf den Teller kommt, den Gästen zu kredenzen. "Mehr Natur gehe nicht", sat der Leiter des Hegerings, Florian Gaugler, zur Eröffnung. Auch wenn dieses Jahr alles anders sei, die Bläsergruppe die Eröffnung nur in kleiner Besetzung mit Jägermärschen und Jagdsignalen begleite, freuen er und seine Kollegen sich, das Thema Jagd und deren Ergebnisse präsentieren zu können. Die Wildspezialitäten seien nur ein kleiner Teil der Arbeit, die das ganze Jahr mit Hege und Pflege geleistet werde.

Mehr Natur geht nicht.

Florian Gaugler Hegeringleiter

Ein Dank an alle Kooperationspartner der Wildwochen kam von Bürgermeister Volker Grab. Grün gewandet war er kaum von den Jägern zu unterscheiden, dankte den Gastwirten, dem Verein Pro Ellwangen, der Rot-Ochsen-Brauerei und nicht zuletzt der Beratung durch das Ordnungsamt und dessen Leiter Thomas Steidle. Die afrikanische Schweinepest vor der Verbreitung zu verhindern, sei gerade eine große Herausforderung und Aufgabe, bei der die Jäger besonders gefordert seien. Ebenso wie bei der Eindämmung der Wildschäden, besonders durch die Wildschweine in den Feldern. Im Namen von Pro Ellwangen dankte Karl Bux der Jägerschaft, die in dieser harten Zeit noch etwas mehr Leben auf den Wochenmarkt brächten. Er wünschte der Veranstaltung, dass sie mit all ihren Aktionen durchgeführt werden könne. Denn ob der Kalte Markt stattfinden könne, stehe noch in den Sternen. Auch für den Weihnachtsmarkt sei schlussendlich noch keine Entscheidung getroffen.

Wie wild auf Wild die Wochenmarktbesucher an diesem Vormittag waren, zeigte sich an der langen Schlange der Interessierten, die sich beim Kauf von frischem Reh, Hirsch und Wildschwein als Sonntagsbraten fachlich beraten ließen. Weg wie warmen Semmeln gingen die Wild-Würste in Dosen. Paprika-Lyoner vom Reh und Rothirsch waren genauso beliebt wie Wildschwein-Salami oder Reh-Leberwurst. Dazu klangen die Jägermärsche des Bläsercorps über den Markt hinweg.

Die Wildwochen – das Programm

Ellwangen. Was im Rahmen der Wildwochen wann geboten wird und von wer mitmacht. Samstag, 24. Oktober, 18.30 Uhr Kulinarische Stadtführung "Alles wild" – Spaziergang durch die Innenstadt, verbunden mit kulinarischen Gaumenfreuden. Teilnahmegebühr 38 Euro. Freitag 30. Oktober, 9 bis 12 Uhr: Waldpädagogisches Programm "Schnitz-Kids Schnitzen lernen". Für Kinder ab 6 Jahren. Bewegung und Waldtiere schnitzen, das Spielerische und Spaß sind garantiert. Teilnahme kostenlos. Sonntag, 8. November, 13.30 bis 16 Uhr: Waldführung "Erleben, wie der Wald tickt". Geeignet für Erwachsene und Kinder. Die Führung ist kostenlos. Für alle Termine sind Anmeldungen erforderlich: Tourist-Information Ellwangen Tel.: (07961) 84303, E-Mail: tourist@ellwangen.de: Informationen der einzelnen Veranstaltungen unter www.ellwangen.de & www.pro-ellwangen.de & www.ellwangen-beste-seiten.de

Teilnehmende Gaststätten: Brauereigasthof Roter Ochsen Gasthof Kronprinzen Gasthaus zum grünen Baum Pfahlheim Landhotel Hirsch Neunheim Naturhof Engel Schönbronn Seegasthof Espachweiler Restaurant Waldschänke Weinstube Kanne

Musikalischer Auftakt auf dem Marktplatz: Mitglieder des Hegerings Ellwangen stoßen zur Eröffnung der Wildwochen in ihre Jagdhörner.

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