Ellwanger Stadthalle wird zum Impfzentrum

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Die Schlange an Impfwilligen reichte am Samstag von der Stadthalle gut 250 Meter bis hinter die Nikolauskapelle.
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Am Samstag bildete sich eine lange Warteschlange. Ab Dienstag ist das Impfteam des Landes erneut da und bietet allen die Chance, sich gegen den COVID-Erreger immunisieren zu lassen.

Ellwangen

Eigentlich ist die Stadthalle im Dezember immer von Vereinen und Firmen für Festabende, Versammlungen, Advents- und Weihnachtsfeiern sowie für Kulturveranstaltungen gebucht. In diesem Jahr dominiert jedoch nur ein Thema: die Impfaktionen gegen den COVID-Erreger, der wie schon 2020 den Winter zu einer schwierigen Zeit macht.

Schon jetzt steht fest: Der Advent wird erneut geprägt sein von Kontaktbeschränkungen, abgesagten Veranstaltungen, ausgefallenen Weihnachtsmärkten, Bangen um Infizierte und Erkrankte und den entsetzten Blicken auf die Intensivstationen der Kliniken, wo Ärzte und Pflegepersonal über die Grenze ihrer Belastbarkeit arbeiten müssen.

Eines ist anders als 2020: Der Impfstoff, der nach aktuellem Wissensstand in den allermeisten Fällen vor einem schweren Verlauf der Krankheit schützt, ist massenhaft verfügbar. Und die Menschen nehmen das kostenlose Impfangebot dankbar an.

Bereits am Samstag und Sonntag war ein mobiles Impfteam in der Stadthalle und die Schlange derer, die sich die Spritze setzen lassen wollten, reichte zeitweise bis hinter die Nikolauskapelle. Wartezeiten von drei Stunden waren nicht ungewöhnlich.

Die Organisatoren vergaben schließlich an die Wartenden Karten, die das ungefähre Zeitfenster nannten, zu dem der oder die zu Impfende an der Reihe sein würde. Was wiederum zu Beschwerden derjenigen führte, die erst am Nachmittag kamen und nun die vorlassen mussten, die bereits am Vormittag angestanden hatten.

„Man kann kaum voraussehen, wie lange eine Impfung dauert“, erklärt Dr. Anselm Grupp, der Pressesprecher der Stadtverwaltung. Eine Boosterimpfung gehe schnell, doch vor einer Erstimpfung sei eine Aufklärung vorgeschrieben, die bei jeder Person unterschiedlich lange dauert .

„Wir haben bereits am Sonntag den Ablauf verändert, um Warteschlangen im Freien zu vermeiden. Unter anderem wurde neben dem Foyer auch die eigentliche Stadthalle als Wartebereich zur Verfügung gestellt“, berichtet Grupp. Es durften jedoch nur bis zu 70 Personen im Inneren warten, weil eben auch in einer auf Impfung wartenden Menschenmenge Ansteckungsgefahr besteht.

Ordnungsamtsleiter Thomas Steidle teilt mit, dass am Samstag von zwei Impfteams 320 Menschen geimpft wurden, am Sonntag von einem Team weitere 120 Personen. Wie viele Erstimpfungen dabei waren, durfte die Stadt nicht erheben. Die Zahl soll aber nachgemeldet werden. Das Angebot Impfen ohne eine Voranmeldung will die Stadt trotz des großen Andrangs beibehalten.

  • Die nächsten Impftermine und -zeiten:
  • Die Stadtverwaltung hat weitere, zusätzliche Termine veröffentlicht, an denen das mobile Impfteam nach Ellwangen kommt:
  • Am Mittwoch, 1. 12. von 11 bis 18 Uhr, Donnerstag, 9.12. von 11 bis 18 Uhr, Freitag, 10.12. von 14 bis 20 Uhr, Samstag, 11.12. von 10 bis 16 Uhr, Sonntag, 12.12. von 10 bis 16 Uhr, Mittwoch, 15.12. von 11 bis 18 Uhr, Donnerstag, 16.12. von 14 bis 20 Uhr, Freitag, 17.12. von 10 bis 16 Uhr, Samstag, 18.12. von 10 bis 16 Uhr, Sonntag, 19.12. von 10 bis 16 Uhr und Dienstag, 21.12. von 11 bis 18 Uhr.
  • Alle Termine finden in der Stadthalle Ellwangen statt; es ist keine vorherige Anmeldung notwendig.
Die Schlange der Wartenden reichte am Samstag vor Beginn von der Stadthalle gut 150 Meter bis hinter die Nikolauskapelle.

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